Lilli Straub ist Gartenplanerin und die Gründerin von Gartendesign Straub – den Traumgarten planen.

Ihr Herz schlägt für die Natur und schöne Gärten. Zusammen mit ihren Kunden entwickelt sie Gärten, in denen sich die Menschen wohlfühlen und das Leben genießen können, gemäß ihrem Leitsatz:

Der Garten ist für die Menschen da und nicht umgekehrt!

… aber nicht nur das; Lili ist auch Bloggerin und schreibt über Gartengestaltungsthemen und sagt; aus jedem Garten kann ein Traumgarten werden.

Jetzt hat sie das Buch 6 Schritte zum Traumgarten: Das Arbeitsbuch zur Gartenplanung geschrieben, das im Kosmos Verlag erschienen ist.

Was macht einen Garten zum echten Traumgarten? Mit diesem Buch findet man heraus, wie der ganz persönliche Gartentraum aussehen soll. Und man lernt, wie man ihn plant. Ich habe Lilli gefragt, was sind denn die wichtigen Schritte auf dem Weg zum Traumgarten sind und ob sie uns ein paar Tipps geben kann.

Wie plant man eigentlich einen Traumgarten?

… und geht das mit jedem Garten?

Ich sage JA, denn in jedem Garten steckt Potential, egal wie klein, schattig oder seltsam geformt er auch sein mag. Letztendlich ist unser eigenes Reich vor oder neben der Haustür doch viel zu kostbar, um es uns nicht so schön wie nur irgend möglich zu machen!

Alles was wir im ersten Schritt dazu brauchen, ist ein Stück Papier, ein paar Stifte, ein Maßband und vor allem die Bereitschaft, uns auf das Experiment Gartenplanung einzulassen. Experiment deshalb, weil wir in der Planungsphase eben noch all unsere Ideen ausprobieren können, ohne dass wir im Garten selbst schon vollendete Tatsachen geschaffen haben. Ist der Gartenweg eckig oder rund passender für unseren Garten? Wie groß muss unsere Terrasse sein, damit wir alle Platz haben? Und wo wäre der beste Platz für unseren Naschgarten?

All das sind Fragen, die wir auf dem Papier zeichnerisch lösen können ohne Steine zu bewegen  oder Fundamente zu bauen um dann später frustriert festzustellen, dass es anders doch besser gewesen wäre.

 

Hier sind meine 3 wichtigsten Tipps, wie ihr Schritt für Schritt einen Garten planen könnt, der 100 Prozent zu euch passt:

1. Legt Euch ein Moodboard an!

 Den größten Fehler den man meiner Meinung nach bei der Gartenplanung machen kann, ist von vorneherein in Lösungen zu denken. Also zum Beispiel von Anfang an zu sagen: „hier muss ein Zaun hin, damit mir der Nachbar nicht auf die Terrasse schauen kann. Der Wunsch nach Privatsphäre kann ganz unterschiedlich gelöst werden, von einer Hecke, über Spalierbäume bis zum gebauten Sichtschutzelement – vieles bietet uns Geborgenheit.

Vielleicht kann auch die Terrasse ganz anders geformt werden, damit ihr Sichtschutz bekommt.

Lasst eure Lösungen am Anfang erst mal los und begebt euch auf eine Traumreise:

Wie würde der Garten ausschauen, von dem ihr wirklich träumt und was würdet ihr gerne darin tun?

 

Legt euch dafür am besten ein Moodboard an. Das ist eine digitale oder analoge Pinnwand, auf der ihr alles sammelt, was euch an euren Traumgarten erinnert. Das können Gartenbilder, Pflanzenfotos, Farben, oder auch echte Pflanzen sein. Ihr werdet sehen, wie dieser Prozess einerseits die Ideen nur so sprudeln lässt, und andererseits priorisiert, was euch wirklich wichtig ist im Garten. Das ist vor allem dann wichtig, wenn ihr nicht unbegrenzt Platz und Mittel zur Verfügung habt.

Hängt euch das Moodboard an einen gut sichtbaren Platz auf, so könnt ihr immer wieder darauf zurückgreifen und schauen ob eure Überlegungen noch in Übereinstimmung mit euren Wünschen sind.

2. Zeichnet einen Plan!

Das Planen eines Gartens ist eine komplexe Angelegenheit, die räumliche Planung muss stimmen, die Wege müssen breit genug sein, die unterschiedlichen Perspektiven müssen bedacht werden und dann gibt es auch noch vier Jahreszeiten in denen der Garten gut aussehen soll.

All diese Dinge können wir nicht in einem theoretischen Gedankenmodell entwickeln, das müssen wir mit dem Stift in der Hand tun. Traut euch einen Plan zu zeichnen und überprüft dort, ob eure Ideen wirklich funktionieren oder ob ihr an der einen oder anderen Stelle noch etwas ändern müsst.

Dieser Plan muss nicht besonders schön aussehen, er soll euch nur die Sicherheit geben, dass ihr auf dem richtigen Weg seid. Am besten messt ihr euren Garten auf und legt euch ein paar Kopien eures Aufmaßes zu. Dann könnt ihr ganz bequem mehrere Versionen eures Planes erstellen und so nach und nach das Konzept für euren Garten erarbeiten.

Geht dabei auch immer wieder raus in euren Garten und schaut wie es sich „in Echt“ anfühlt.

Fühlt ihr euch wohl an dem Platz, den ihr für den Esstisch ausgesucht habt? Ist der Weg zum Haus breit genug, wenn ihr zwei schwere Taschen in den Händen habt?

3. Macht Euch mit den wichtigsten Gestaltungsregeln vertraut!

 

Mit ein paar ganz simplen Gestaltungstricks, kann man schöne Highlights im Garten erschaffen. Oft sind diese Dinge mit wenig Aufwand zu erreichen und doch ist ihre Wirkung groß.

Zu den wichtigsten Gestaltungsregeln gehören für mich: Symmetrie, Wiederholung, Räume, Perspektive und Kontraste…

  • Symmetrie erreicht ihr zum Beispiel in dem ihr links und rechts einer Bank dasselbe Bäumchen pflanzt, oder zwei gleiche Pflanzkübel stellt.
  • Wiederholung schafft ihr, wenn ihr nicht nur ein Hochbeet anlegt, sondern drei. Räume bildet ihr im Garten, in dem ihr Höhenunterschiede einplant, oder den Garten durch Spaliere oder Hecken strukturiert. Perspektiven und Blickfänge könnt ihr erzeugen, in dem ihr den Garten in einen Vorder- Mittel- und Hintergrund einteilt.
  • Kontraste lassen sich mit Materialien, Pflanzen und Farben bilden und machen den Garten zu einem spannenden Bild.

Diese Gestaltungsregeln müssen wohl dosiert sein und sollten nicht unbedingt alle in einem Garten auftauchen. Sucht euch deshalb die für euch passenden heraus und experimentiert was am besten zu euch und eurem Garten passt.

Auch hier könnt ihr wieder direkt im Garten ausprobieren wie es am Ende aussehen könnte: mit Sonnenschirmen lassen sich Bäume simulieren, mit dem Gartenschlauch Beetkanten „verlegen“ und mit Paletten oder Brettern könnt ihr Mauern und Hecken nachbauen.

Die Planung eines Gartens braucht etwas Zeit und Aufwand. Ich bin mir aber sicher, dieser Einsatz lohnt sich! Denn es ist eben ein Unterschied, ob wir unsere schönste Zeit in einem durchschnittlichen Grün oder einem echten Traumgarten verbringen.

Ich wünsche euch viel Spaß und Erfolg beim Planen eures Traumgartens!

Viel Spaß beim Lesen

Eure Lilli

 

Das Buch ist ab jetzt im Handel und falls ihr im Winter einen neuen Garten oder einen Teil des Gartens neu plant, lohnt sich diese wertvolle Lektüre.

Hier findet ihr Lillis Buch:

6 Schritte zum Traumgarten: Das Arbeitsbuch zur Gartenplanung (Deutsch) Taschenbuch

Ich wünsche euch eine schöne Zeit

bleibt natürlich

Petra

 

PS: Und wenn du mehr über das Gestalten mit Pflanzen wissen möchtest, sind vielleicht auch diese Artikel für dich interessant:

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