Geduld ist eine Tugend

… sagt man. Doch die meisten Menschen, die einen Garten anlegen, möchten so schnell wie möglich die volle Pracht.

Verständlich; ist es doch verlockend, enger zu pflanzen, um schnell die maximale Wirkung zu erreichen.

Aber es ist eine Gratwanderung. Einerseits soll man so dicht pflanzen, das sich die Fläche schnell schließt, andererseits soll das Beet nicht überfrachtet sein. Das enge Pflanzen hat nämlich viele Nachteile für den Fortbestand der Pflanzen.

Der richtige Pflanzabstand in deinem Staudenbeet sorgt innerhalb kürzester Zeit für eine vitale, geschlossene Pflanzendecke.

Welche Abstände letztendlich sinnvoll sind, wie du sie ermittelst und was passiert, wenn du zu eng pflanzt, das liest du in diesem Blogartikel.

5 Dinge die du tun kannst, damit dein Beet schnell die maximale Wirkung hat

  1. Die meisten Pflanzen sind relativ klein, wenn du sie kaufst. Beim Pflanzen unterschätzt man sehr oft, was an Wuchskraft in ihnen steckt. Es ist ratsam sich zu erkundigen, wie groß sie wirklich werden und ihnen den erforderlichen Raum zum Wachsen zu geben. Beim Kauf kannst du auf Pflanzenetiketten die Endgröße ablesen. 
  2. Eine Idee, wie du den richtigen Pflanzabstand ermitteln kannst ist; wenn eine Pflanze beispielsweise eine Breite von 60 cm hat, dann pflanze sie etwa 50 cm voneinander entfernt.
  3. Wenn du deine Stauden eher gruppierst, also Pflanzen derselben Art zusammen ins Beet setzt, können Sie sie näher zusammengepflanzt werden. So wird es schneller ein geschlossenes Gesamtbild.
  4. Eine andere Idee ist, die Pflanzen in einem weiteren Abstand zu setzten und größere Pflanzqualitäten auszusuchen. Die Pflanzen kosten zwar mehr aber das sparst du wieder, weil du weniger Pflanzen benötigst.
  5. Ein weiterer Trick besteht darin, kurzlebige Pflanzen zwischen langsam wachsenden, langlebigen Pflanzen zu platzieren. Pfingstrosen zum Beispiel; sie werden in ihrer endgültigen Größe 50-60 cm hoch und breit. Aber sie wachsen langsam und es kann einige Zeit dauern, bis sie diese Größe erreichen. Während du wartest, könntest du einjährige oder kurzlebige Pflanzen dazwischensetzten, wie das spanische Gänseblümchen oder eine andere schnell wachsende, kurzlebige Pflanze. Sie bieten schnell ein komplettes Bild, während sich die Pfingstrosen noch etablieren. Du kannst die Pfingstrose jedoch auch mit Stauden und Gräser unterpflanzen, wie mit dem Tautropfengras oder niedrigen Seggen.

Pflanzabstand im Staudenbeet: Wie weit oder wie dicht soll ich pflanzen?

Wie schon gesagt; es liegt in der Natur des Menschen, alles schnell zu wollen – einschließlich einer sich schnell entwickelnden opulenten Blütenpracht. Es ist also verlockend, diese hübschen kleinen Pflänzchen wirklich nahe zusammen zu pflanzen.

Aber ACHTUNG! In dieser Ungeduld liegt eine Gefahr!

Eigentlich dauert es bei Stauden und Gräser ja nicht allzu lange (vielleicht eine Saison), dann haben sich auch diese Pflanzen zur voller Pracht entwickelt. Die Pflanzendecke ist schnell geschlossen.

Achte beim Pflanzen in dem richtigen Abstand. Dann hast du lange Freude an deinem Beet.

Die Gefahr beim „zu dicht pflanzen“

Klar, bei anfänglich kleinen Pflanzen ist es möglich, in den ersten Jahren etwas dichter zu pflanzen. Aber sie müssten dann in Kürze wieder herausgenommen oder geteilt werden, um ihren Abstand zu korrigieren. Das macht ja keinen Sinn, oder?

Wenn Pflanzen zu eng gepflanzt werden, wachsen sie nicht optimal. Sie stehen in einem Wettbewerb um Licht und Wasser.

Wenn die Luft nicht richtig zirkulieren kann und die Pflanzen zwischen den Bewässerungen nicht austrocknen können, kommt es zu Pilzbefall. Wurzeln können verrotten und sobald die Pflanzen vom Stress geschwächt sind, ziehen weiterhin Insekten ein. Die Folge ist Totalverlust.

Die Gefahr beim „zu weit pflanzen“

Wenn Pflanzen zu weit gepflanzt werden, hat man schlicht gesagt, einen höheren Unterhaltungsaufwand. Unkraut macht sich breit und man hat ein Pflegeproblem. Eine geschlossene Pflanzendecke ist das Ziel. So trocknet der Boden nicht aus und es ist wie eine Art „lebendige Mulchschicht“.

Foto oben: Ferdinand von Luckner

Das kannst du tun, wenn du diese Stückzahlen nicht gewohnt bist

Hier noch mein Tipp für dich; falls dich die hohen Stückzahlen erschrecken.

Vielleicht hast du bisher mal eine oder höchstens mal fünf Pflanzen für deinen Garten gekauft.

Lege dir ein Beet an und kaufe dir die Pflanzen, die du für deine Idee brauchst. Vielleicht von jeder Sorte 3-5St. Dann lass die Pflanzen eine Saison wachsen. Wenn sie groß genug sind, teile sie einfach in kleine Teilstücke. So hast du Geld gespart und in einer Saison viele neue kleine Pflanzen erhalten, die du nun in größeren Gruppen verwenden kannst.

Wäre das was für dich? Du brauchst dafür nur eben mehr Zeit.

So teilst du Pflanzen

Du fragst dich, wie man Stauden teilt? Hier ein paar weitere Tipps:

  • Heben Sie die Pflanzen vorsichtig mit einer Gartengabel an und arbeiten Sie von der Kronenmitte nach außen, um Wurzelschäden zu vermeiden. Schüttele den überschüssigen Boden ab, damit die Wurzeln gut sichtbar sind
  • Einige Pflanzen, wie mein geliebtes Japanwaldgras Hakonechloa oder auch der Günsel Ajuga produzieren viele einzelne Pflänzchen, die einfach herausgezogen und neu gepflanzt werden können
  • Kleine Pflanzen mit faserigen Wurzeln wie Purpurglöckchen Heuchera , Hosta und Elfenblume Epimedium können leicht angehoben und auseinandergezogen werden. Das ergibt so kleine Ballen, die du dann einfach einpflanzen kannst
  • Große Stauden mit faserigen Wurzeln wie die Taglilie Hemerocallis erfordern zwei Gartengabeln, die hintereinander in die Krone eingesetzt werden. Verwenden diese als Hebel, um die Wurzelmasse zu lösen und in zwei Teile auseinander zu ziehen. Dann kannst du sie weiter teilen.
  • In einigen Fällen kann ein scharfes Messer oder gar eine Axt erforderlich sein, um den Wurzelballen in zwei Teile zu spalten
  • Pflanzen mit holzigen Wurzeln, bzw. Christrose Helleborus oder fleischigen Wurzeln bzw. Rittersporn Delphinium müssen mit einem Spaten oder Messer geschnitten werden. Ziel ist es, den Wurzelballen mit drei bis fünf gesunden Trieben zu erhalten

die Nachbehandlung nach dem Teilen der Pflanzen

Pflanze die Teilstücke so schnell wie möglich wieder ein und gieße sie großzügig an. Damit sie es gut haben 😊 kannst du optional Gartenkompost oder einen anderen Boden – Verbesserer beimischen.

 

Foto oben: Ferdinand von Luckner

Richtiger Abstand für Stauden

Stauden sind in Sachen Abstand nicht gleich Stauden!

Eine Funkie kann zum Beispiel 50cm breit werden, während eine andere Sorte nur 30cm breit wird.

Jede Staude hat ihre eigenen Abstandsanforderungen.

Der richtige Abstand hängt von der jeweiligen Pflanze und ihrer endgültigen Wuchshöhe und Wuchsbreite ab. In den Katalogen der Gärtnereien und in den Büchern findest du oft sehr unterschiedliche Angaben zur Pflanzendichte. 

Wenn du also ein Beet anlegen willst und dir eine maximale Wirkung wünschst, kommst du um das Wissen über die richtige Pflanzabstände nicht herum.

Hier findest du die richtigen Abstände für dein Staudenbeet:

KLICKE HIER

 

Ich wünsche ich dir eine gute Zeit im Garten!

bleib natürlich und bis bald

Petra

 

PS.: Und wenn du deinen Garten neu gestalten möchtest und Unterstützung brauchst, dann habe ich noch folgende Empfehlung für dich:

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