Braune Ödnis statt üppiger Blütenpracht?

Mit diesen Pflanzen für den trockenen heißen Standort blüht Dein Garten schnell wieder auf.

Wenn die Blätter fallen, treten einige fruchttragende Gehölze leuchtend in Erscheinung. Besonders die Roten fallen dann auf. Sie strahlen in der Herbst- oder Wintersonne und sind der Inbegriff von weihnachtlichem Flair! Aber es gibt noch eine Vielzahl anders gefärbter Früchte. Sie sind Orange, Blau, Grün, Braun, Lila, Purpur, Bordeauxrot oder Schwarzrot. Das ist nicht alles! Unterschiedliche Formen und Größen gibt es ja auch noch. Was für eine Vielfalt!

Der Baukasten der Natur ist gut ausgestattet… Gestalte mit Fruchtschmuck!

Viele dieser malerischen Gehölze, mit einer schönen Blüte und Herbstfärbung sind ideal für kleine und große Gärten. Sie passen hervorragend in unser neues Konzept SILENT ISLAND, der gepflanzten Auszeit.

Was Früchte überhaupt sind, welche Gehölze besonders zierenden Fruchtbehang haben und welchen Mehrwert einige Früchtchen haben, erklären wir hier.

Was sind eigentlich Früchte?

„Die Frucht einer Pflanze ist die Gesamtheit der Organe, die aus einer Blüte hervorgehen, und die die Pflanzensamen bis zu deren Reife umschließen. Früchte bilden prinzipiell nur die Pflanzen, die einen geschlossenen Fruchtknoten besitzen. Bei den Nacktsamern entstehen nur freie Samen.“ (wikipedia)

Welche Fruchttypen gibt es?

In der Botanik werden verschiedene Typen von Früchten unterschieden, wie:

  • Streufrüchte, auch Öffnungsfrüchte genannt. Sie öffnen sich nach der Reife und geben ihre Samen frei. Hierzu gehören Kapselfrüchte, wie die Kastanie oder Erbsen. Also eigentlich alle Pflanzen mit Hülsen, Kapseln, Schoten und Schötchen.
  • Schließfrüchte fallen im geschlossenem Zustand von der Pflanze ab und öffnen sich auch nicht, wenn sie schon längst reif sind. Das ist zu sehen bei Nüssen, wie Walnuss und Haselnuss oder bei den Saftfrüchten wie Bananen. Oder bei Beeren und der Steinfrucht
  • Zerfallfrüchte nehmen es wortwörtlich… nach der Reifung zerfallen sie in mehrere Teile. Meist enthalten sie nur einen Samen in mehreren Fächern, wie der Ahorn (Spaltfrüchte).
  • Sammelfrüchte sind durch ein Achsengewebe oder durch nachträgliche Verwachsung bzw. Verklebung von Einzelfrüchten miteinander verschmolzen. Sie stammen  allesamt aus den Fruchtblättern einer einzelnen Blüte. Klingt kompliziert. Das findet sich jedoch bei  Sammelnussfrüchten, wie die Erdbeere oder  bei Äpfel und Birnen.

Möchten Sie mehr wissen? Hier gibt es weiterführende Informationen.

3 Tipps auf dem Weg zu einem fruchtigen Garten

  • Verbinde das Schöne mit dem Nützlichen. Vielleicht gibt es ja bereits Obstgehölze in deinem Garten. Quitten, Mispeln, Johannisbeeren oder Apfelbäume lassen sich wunderbar mit Stauden, Kräutern oder Gräser kombinieren. So pflanzt Du dir einen tollen Naschgarten.
  • Entdecke Ziergehölze mit üppig ausgebildeten oder besonders zierenden Fruchtschmuck. Setzte dieses Gehölz in Szene, vielleicht in Sitzplatz oder Fensternähe. Kombiniere nach Lust und Laune mit Stauden, Gräsern und anderen Gehölzen. Die Früchte wirken gut mit anderen Laubfärbern.
  • Zeitlich gibt es bereits ab dem Frühsommer verschiedensten Fruchtbehang. Je nach Gehölzart kann man die Saison farblich im Garten verlängern, denn der Fruchtschmuck einiger Gehölze wirkt erst so richtig grandios, wenn die Blätter gefallen sind. Erkundige dich danach in den Fachmärkten und Baumschulen.

ein Tipp: Fahre mit der Maus über das Bild, dann erscheinen Informationen

Rote Früchte

Immergrüne Gehölze tragen häufig rote Früchte.  Sie leuchten im Schnee und passen gut zur Weihnachtsstimmung. Insbesondere in der Vorweihnachts- und Weihnachtszeit werden die Zweige gern zum Dekorieren und zum Basteln verwendet. Zu ihnen gehören:

  • Stechpalmen, Ilex quifolium
  • Skimmie, Skimmia japonica
  • Cotoneaster, Cotoneaster horizontalis, dammeri, bullatus
  • Eibe, Taxus baccata

Sommergrüne Gehölze haben Fruchtschmuck in vielen Farben und Formen. Rote Früchte sind:

Orange und gelbe Früchte

  • Feuerdorn, Pyracantha coccinea Orange Glow  
  • Sanddorn, Hippophae rhamnoides
  • Zierapfel, Malus Hybr. Golden Hornet
  • Quitte, Cydonia oblonga
  • Zierquitte, Caenomeles japonica

Schwarze, blaue und  violette Früchte

Weiße Früchte

  • Rotem Hartriegel, Cornus sanguinea
  • Gemeiner Schneebeere, Symphoricarpos albus
  • Gelbholz-Hartriegel, Cornus stolonifera Flaviramea

Grüne und Braune Früchte

Was wir gewinnen, wenn wir Fruchtschmuckgehölze pflanzen

  • Wohlgeformte Früchte bekennen Farbe und verlängern die Saison. Fruchtschmuck gibt es zwar das ganze Jahr. Die Meisten setzten Früchte im Spätsommer und Herbst an. Dann leuchten sie mit den Laubfärbern, wie Ahornen, Pfaffenhütchen oder Amberbäumen um die Wette.
  • Futter für die Vögel direkt vor der Tür gepflanzt. Wie wäre das? So könnten sie beim Blick aus dem Fenster, die Vögel beobachten, wie sie sich an den noch bis in den Winter haftenden Zieräpfeln erfreuen. Aber auch  Igel und Kleinstlebewesen bemühen sich um liegengebliebene Früchte. Für all diese Tiere ein gefundenes Fressen.
  • Es gibt auch eine kulinarische Seite… Viele der zierenden Fruchtschmuckgehölze lassen sich zu Marmeladen, Liköre oder Gelees verarbeiten. Aus Schlehen, Sanddorn, Felsenbirne, Berberitzen, Quitten oder Ebereschen entstehen kleine Köstlichkeiten.
  • und besonders im Herbst und um die Weihnachtszeit lassen sich beerige Zweige und Äste zu floristischen Kunstwerken verarbeiten.
  • Viele fruchttragende Gehölze eigen sich als Sichtschutz, einige sind dabei sogar aufgrund von Stacheln und Dornen wehrhaft. Sie eignen sich als wehrhafte Abgrenzung oder Hecke und das mit Fruchtschmuck.

ein Tipp: Fahre mit der Maus über das Bild, dann erscheinen Informationen

Diese Fehler solltest Du vermeiden:

  • Möchtest Du auch reichen Fruchtbehang, dann ist es wichtig zu wissen, welches Geschlecht die Gehölze haben. Manche Exemplare sind zweihäusig und setzten nur dann Früchte an, wenn zu dem männlichen jeweils ein weibliches Pendant gesetzt wird.
  • Es gibt Beeren, die stark färben, wie die Vogelbeere Prunus avium. Hier empfiehlt es sich, den Baum nicht gerade mit der Krone über die Terrasse zu pflanzen.
  • Wespen beim Frühstück an der Terrasse sind nicht gerade erstrebenswert. Gehölze mit saftigen Früchten,  die nach der Reife als Insektennahrung dienen, sind in einem hinteren Gartenteil besser platziert.

ein Tipp: Fahre mit der Maus über das Bild, dann erscheinen Informationen

Feuerdorn – Pyracantha coccinea

Der immergrüne Feuerdorn schmückt sich erst mit lieblichen weißen Blütendolden und später mit kräftig roten, orangen oder gelben, nahezu erbsengroßen, Steinfrüchten. Carotinoide färben die Früchte im September je nach Sorte gelb, orange oder rot. Feuerdorn ist äußerst robust und genügsam, weshalb das immergrüne Ziergehölz seit langem sehr beliebt ist. Am besten gedeiht die Pflanze an einem sonnigen oder halbschattigen Standort auf trockenem, wasserdurchlässigen Boden.

Das solltest Du noch über den Feuerdorn wissen;

  • Feuerdorn übersteht selbst einen strengen Winter leicht.
  • Die Triebe sind bedornt. Deshalb sind das Gehölz ein gutes Vogelschutzgehölz.
  • Das Fruchtfleisch stellt eine willkommene Winternahrung für die Amseln dar, während die Samen von Grünfinken gefressen werden.
  • Das Gehölz ist als Hecke ebenso als Spalier, als Solitärgehölz oder als Fassadenbegrünung geeignet.
  • Rote Früchte haben die Sorten – Bad Zwischenahn, Koralle, Red Column, 
  • Orange Früchte haben die Sorten – Golden Charme, Mohave, Orange Glow
  • Gelbe Früchte haben die Sorten – Golden Dome, Soleil d’Or
ein Tipp: Fahre mit der Maus über das Bild, dann erscheinen Informationen

Echter Rotdorn ‚Paul’s Scarlet‘ – Crataegus laevigata ‚Paul’s Scarlet‘

Wie viele kleine Röschen leuchten die karminroten gefüllten Blüten im Mai am Baum. Mit seinen 6m Höhe ist er gut für kleinere Gärten. Dort wächst er am liebsten sonnig bis halbschattig.

Das solltest Du noch über den Echten Rotdorn wissen;

  • Er hat eine schöne Herbstfärbung.
  • Er bildet anders als die ungefüllten Formen nur wenige Früchte aus, da diese Blüten steril sind.
  • Die Früchte nicht essbar aber auch nicht giftig.
  • Lange, kräftige Dornen bieten Gartenvögeln Schutz und so perfekte Nist- und Versteckmöglichkeiten.
  • Die Blüten sind für Bienen eine wichtige Nahrungsquelle.
ein Tipp: Fahre mit der Maus über das Bild, dann erscheinen Informationen

Zierapfel – Malus Hybride Evereste

Der kleine malerische Baum (Höhe: 5 – 6 (8) m) fällt zu jeder Jahreszeit ins Auge. Zuerst sind es die Knospen im Mai. Sie sind zunächst violett rosa gefärbt. Einmal geöffnet, entfalten sich daraus schneeweiße Blüten. Sie verströmen einen angenehmen Duft. M. Evereste hat im frühen Herbst viele orangerote bis rote Früchte. Sie sehen appetitlich aus bleiben bis  tief im Winter haften. Direkt vom Baum essen kann man sie nicht. Jedoch können sie zu Marmelade oder Gelee verarbeitet werden. Die Herbstfärbung ist gelb bis orange und wirkt zusammen mit den leuchtenden Früchten besonders attraktiv.

Das solltest Du noch über den Zierarpfel Malus Evereste wissen;

  • in praller Sonne gepflanzt, verfärben sich die kleinen Apfelfrüchte viel farbintensiver.
  • mit einer durchschnittlichen Endhöhe von 4m ist dieser Zierapfel  relativ groß. Deshalb ist er als Schattenspender gut geeignet.

ein Tipp: Fahre mit der Maus über das Bild, dann erscheinen Informationen

Großfrüchtiges Pfaffenhütchen – Euonymus planipes

Karminrote Früchte, die einen orangefarbenen Samen haben… das ist der Grund, warum das Großfrüchtige Pfaffenhütchen diesen Namen trägt. Bevor jedoch der  Fruchtschmuck sich entwickelt, erscheinen im Mai/Juni unzählige, jedoch unscheinbare grünlich weiße Blüten. Sie haben keinen besonderen Zierwert. Neben den Früchten ist jedoch das Laub im Herbst spektakulär. Es färbt sich wirklich feuerrot.

Das solltest Du noch über das Pfaffenhütchen wissen;

  • Alle Pflanzenteile sind giftig, vor allem die Früchte und die Samen.
  • Das Pfaffenhütchen ein schönes kleines Gehölz für eine Staudenpflanzungen.
  • Es ist ein frosthartes, pflegeleicht und anspruchsloses Gehölz.

ein Tipp: Fahre mit der Maus über das Bild, dann erscheinen Informationen

Essbare Vogelbeere / Eberesche ‚Edulis‘ – Sorbus aucuparia ‚Edulis‘

Es gibt viele Arten und Sorten in der Gattung Sorbus. Alle haben die tolle Früchte. Stellvertretend beschreiben wir hier die essbare Sorte S. aucuparia Edulis. Der Baum ist schön zu jeder Jahreszeit! Cremefarbene, schäumende Doldenblüten öffnen sich von Mai bis Juni und verströmen einen leicht zarten Duft. Funkelnd korallenrote Beerenfrüchte und ebenso feurig leuchtendes Herbstlaub folgen! Kaum auszuhalten, oder?  Dann auch noch die köstlichen Früchte, die ab August erntereif und essbar sind.

Das solltest Du noch über die Essbare Vogelbeere, Sorbus aucuparia ‚Edulis‘ wissen;

  • Die Früchte der essbaren Eberesche sind reich an Vitamin C. Nach dem Kochen sind sie die Früchte genießbar und vielfältig verwendbar. So lassen sich  Marmelade, Gelee oder Kompott zubereiten.
  • Die Früchte helfen bei Verdauungsbeschwerden.
  • Die Vogelbeere ist mit den saftig roten Früchten eine bedeutende Nahrungsquelle für Vögel.
  • Der Baum wurde von den Kelten als Schutz vor bösem Zauber und als Fruchtbarkeitssymbol verehrt. Pflanzen Sie Geschichte und Geschichten in den Garten!

Übrigens wie wäre es mit Vogelbeerrezepten, wie Walnusskuchen mit Vogelbeerkompott?

ein Tipp: Fahre mit der Maus über das Bild, dann erscheinen Informationen

Blut-Johanniskraut / Mannsblut ‚Excellent Flair‘ – Hypericum androsaemum ‚Excellent Flair‘

Das Mannsblut blüht goldgelb von Juni bis August. Kurz darauf bilden sich aus den gerade erst vergangenen Blüten kugelige, zunächst rote, dann schwarz glänzende Früchte. Das Laub zeigt sich unauffällig eher bläulichgrün. Später im Herbst färbt es sich purpurn.

Das solltest Du noch über das Blut-Johanniskraut wissen:

  • Die Pflanze wächst sowohl in der Sonne auch im Halbschatten. Jedoch sollte der Boden nicht zu trocken sein.
  • Die Zweige mit den dekorativen Früchten sind allesamt super für Gestecke und Sträuße geeignet. Das Bild links ober ist nicht winterhart. Die Sorte heißt Hypericum andr. Sweet Romance und wird oft in der Floristik verarbeitet. Wer weiß, vielleicht wächst sie ja doch eines Tages in unseren Gärten.
  • Wenn die Pflanze zurückfriert, treibt sie nach einem kräftigen Rückschnitt aus dem alten Holz zuverlässig wieder aus.
  • Hypericum macht als Kübelpflanze eine gute Figur.

ein Tipp: Fahre mit der Maus über das Bild, dann erscheinen Informationen

Heckenberberitze – Berberis thunbergii

Üppige Blüten, reicher Fruchtbesatz und anspruchlos! Die aus Japan und China stammende Heckenberberitze erreicht eine Höhe von 150 bis 250 Zentimeter. Ab Mai entfaltet die Berberitze zauberhafte Blüten, die sich zunächst in grüne Beeren verwandeln. Später färbt sich das Laub zu einem leuchtenden orange bis zu einem kräftigen karminrot. Zeitgleich erscheinen die länglichen hellrot gefärbten Beeren, die lange am Strauch bis in den Winter hinein haften. Die Berberitze ist wehrhaft. Blattdornen an den Zweigen macht sie zu einem undurchdringlichen Gehölz.

Das solltest Du noch über die Heckenberberitze wissen;

  • Der Schwede Carl Peter Thunberg brachte ‚Berberis thunbergii‘, die Grüne Heckenberberitze im 18. Jahrhundert nach Europa.
  • Vögeln und Kleintieren bietet das wehrhafte Gehölz einen wunderbaren Rückzugsort.
  • Das Gehölz kann als Hecken- oder Gruppenpflanze in der Sonne, im Halbschatten oder Schatten verwendet werden.
  • Ab Ende April bis Mai bieten die Blüten für Bienen ein reiches Nahrungsangebot.
  • Einbrecher haben keine Chance! Denn unter Fenstern gepflanzt, bieten die stachlige Berberitzen einen wirksamen Schutz vor ungebetenen Gästen.
  • Berberitzenfrüchte sind essbar! Die korallenroten, säuerlichen und saftigen Früchte sind im Herbst reif und können dann weiterverarbeitet werden.

Wie wäre es mit so raffinierten, exotisch klingenden Rezepten, …Butterreis mit Berberitzen (echt persisch) oder in Safran marinierte Hähnchenkeulen geschmort…  mit Kürbis und Fenchel und dazu Reis veredelt mit Kurkuma, Kreuzkümmel – und Berberitzen!

ein Tipp: Fahre mit der Maus über das Bild, dann erscheinen Informationen

Harlekin-Losbaum – Clerodendrum trichotomum fargesii

Warum sollte man sich nicht mal exotisches Flair in den Garten holen? Wie wäre es mit dem aromatisch duftenden Harlekin-Losbaum? Er ist in jeder Hinsicht ein attraktives Gehölz für den Garten. Die einzelnen Blüten sind aus fünf weißen Kronblättern in der Form eines Sternes zusammengesetzt, aus deren Mitte lange weiße Staubfäden hervorragen. An den Enden befinden sich rosafarbene Knoten. Die Blüten hüllen die Umgebung in einen Wohlgeruch, der an Vanille und Lilien erinnert. Das ist aber noch nicht das ganze Dufterlebnis dieses Baumes. Die samtigen Blätter riechen nach Erdnussbutter, wenn man daran reibt. Das Besondere wirklich grandiose sind die Früchte! Sie sind blauschwarz mit einem rotem Kelch. Diese erbsengroße, saftige Steinfrucht ist zwar ungenießbar aber bietet einen spektakulären Anblick im Herbst.

Das solltest Du noch über den Harlekin- Losbaum wissen;

  • Der 1.50 bis 3m hohe Baum kommt aus Japan und China zu uns.
  • Wenn der Baum blüht, finden sich zahlreiche Bienen und Schmetterlinge ein.
  • Der Baum hat im Winter eine schöne graue Rinde.
  • Clerodendrum wächst an einem sonnigen bis halbschattigen Standort und liebt es ganz gleich… sauer oder alkalisch.
  • Der Baum neigt zu Ausläufern.
  • In raueren Gegenden muss man ihn etwas schützen. Er wächst jedoch auch in der Wohnung. Probiere es aus.

ein Tipp: Fahre mit der Maus über das Bild, dann erscheinen Informationen

Kupferfelsenbirne Felsenbirne – Amelanchier lamarckii

Im Frühling explodiert der Großstrauch förmlich. Er ist übersät mit kleinen weißen Sternenblüten. Wahrlich traumhafte Akzente im Frühlingsgarten… Aus den Blüten entstehen Trauben von kleinen kugligen Kernobstfrüchten. Die saftig-süßen Früchte schmecken nicht nur uns, sondern auch den Vögeln… und wenn man nicht schnell genug ist, hat man Pech! Die Kupfer-Felsenbirne im Herbst immer noch aufregend. In dieser Jahreszeit verfärbt sich das ovale Laub in aufregende Gelb-, Orange- und Rottöne. Wie ein loderndes Flammenmeer.

Das solltest Du noch über die Kupferfelsenbirne wissen;

  • Die Felsenbirne ist ziemlich windfest ist, verträgt zeitweilige sowohl Staunässe als auch Trockenheit. Also sehr robust in allen Lebenslagen…
  • Der Name ‚Amelanchier‘ kommt ursprünglich von dem Wort ‚amelanche‘ aus der keltisch-gallischen Sprache. Es bedeutet so viel wie ‚Äpfelchen‘.
  • Bienen, Hummeln und Schmetterlinge finden ausreichend Nahrung.
  • Die Beerenfrüchte eignen sich getrocknet gut als Korinthenersatz.
  • Die Felsenbirne ist gesund. Die Früchte haben jede Menge Vitamine und andere Inhaltsstoffe. Sie wirken sich positiv auf den Schlaf, das Herz und den Blutkreislauf aus.
  • Die Früchte der Felsenbirne schmecken ein bisschen wie Marzipan, was der Pflanze den Namen „Pralinenbaum“ eingebracht hat.

Wie wäre es mit einem Brotaufstrich, Likör oder Saft aus diesen köstlichen Früchten? Hier finden Sie leckere Rezepte!

Mahonie – Mahonia aquifolium

Ein exklusives Farbenspiel der besonderen Art lässt sich mit Mahonien pflanzen. Das Besondere; leuchtend gelben Blütenrispen, blauen Beerentrauben und dekoratives, immergrünes Laub, das wunderbar glänzt. Somit ist das kleine Gehölz ganzjährig groß. Zunächst schieben sich von April bis Mai rispenartig, goldgelbe langen Blütenrispen hervor. Aus diesen, übrigens sehr wohlriechenden Blüten entwickeln sich erst grüne, später purpurschwarze, teils blaubereifte, traubenartigen Fruchtstände. Im Herbst reifen sie erbsengroß heran. Die zunächst dunkelgrünen Blätter färben sich zum Herbst teils gelblich und rötlich.

Das solltest Du noch über die Mahonie wissen;

  • Sie ist als mittelhohe Hecke gut geeignet.
  • Das Laub ist mehrfarbig gefärbt. Insbesondere im Winter in weihnachtlichen Gestecken lässt es sich floristisch zu Kränzen und Gestecke verarbeiten.
  • Sie gehört zu den wenigen Pflanzen, die auch im schattigen Garten wachsen.
  • Sie vertragen den Wurzeldruck größerer Bäume. So lassen sich andere Gehölze und Bäume perfekt unterpflanzen. Überhaupt ist ihre Wirkung in Gruppen am intensivsten.
  • Die beste Pflanzzeit ist vom Frühjahr bis in den späten Herbst.
  • Für eine Gruppen- oder Heckenpflanzung sind drei bis vier Pflanzen pro laufenden Meter empfehlenswert.
  • Die Mahonie stammt ursprünglich aus Nordamerika.

Kennen Sie Süße Mahonien-Suppe oder eine Mahonien-Würzpaste? Hier geht es zum Rezept!

Liebesperlenstrauch / Schönfrucht ‚Profusion‘ –  Callicarpa bodinieri ‚Profusion‘

Der ca. 2m hochwachsende Strauch ist bis zum Herbst eher unscheinbar. Vor allem die zahlreichen lila Blüten, die von Juli bis August blühen. Doch im September, wenn sich die Früchte entwickeln, zeigt sich der Liebesperlenstrauch von seiner prächtigsten Seite. Violett glänzende Kügelchen dicht, wie an einer Perlenschnur, leuchten plötzlich aus dem Blattgrün. Einmalig diese Lila! Fast künstlich wirkt die Farbe, die in der Pflanzenwelt selten vorkommt.

Das solltest Du noch über den Liebesperlenstrauch wissen;

  • Die Früchte haften bis Weihnachten am Strauch. Sie sind auch in der Vase sehr lange dekorativ.
  • Der Strauch fühlt sich an warmen und vor Wind geschützten Standorten am wohlsten.
  • Der Boden soll gut durchlässig, leicht bis mittelschwer und gleichbleibend feucht sein.
  • Weltweit sind mehr als 100 Arten bekannt, die als Bäume und Sträucher zumeist in tropischen oder subtropischen Gebieten Asiens, Australiens, Nord- und Mittelamerikas wachsen.
  • Der hier beschriebene Liebesperlenstrauch stammt ursprünglich aus Mittel- und Westchina. Die Sorte ‘Profusion‘ mit ihrem starken Fruchtansatz hat den schönsten Zierwert.
  • Lernfähige Vögel haben die Früchte, trotz der Farbe anerkannt.
  • Die Früchte sind für den Menschen giftig.
  • Die Zweige werden wegen der auffällig bunten Früchten gerne in der Floristik verwendet.
  • Die Früchte der Schönfrucht entwickeln sich nur am zweijährigen Holz. Daher ist ein Schnitt gut zu überlegen, da man sich im Folgejahr um den Fruchtschmuck bringen würde.

Schlehendorn – Prunus spinosa

Der Schlehdorn ist eher ein Wildobstgehölz, das an sonnigen Wald- und Wegrändern wächst. Er verbreitet sich mit Ausläufern und wird äußerst selten gezielt für eine Ernte angebaut. Schlehen findet man eher in der heimischen Natur. Es ist ja auch nicht so einfach, dass ansonsten pflegeleichte Steinobst zu beernten… zu dornig sind seine Äste. Der Großstrauch blüht erst im Mai weiß. Im Herbst reifen dann die kugeligen, kirschgroßen Früchte, die sogenannten „Schlehen“ heran. Sie färben sich im September dunkelblau bereift bis schwarz. Die Früchte hängen oft bis in den tiefen Winter am Strauch. Hat man dann doch eine Ernte zusammengetragen, kann man die kleinen, kugeligen, blauen Früchte weiterverarbeiten… zu Marmelade, Gelee, Sirup, Saft, Likör oder Destillaten. Sie haben einen exzellenten Geschmack. Beachten sollte man jedoch, dass die Früchte erst nach Frosteinwirkung zu genießen sind.

Das solltest Du noch über den Schlehendorn wissen;

  • Viele Schaderreger und Schädlinge, die bei Pflaumen und Zwetschen auftreten, können auch die Schlehe befallen.
  • Der Strauch blüht regelmäßig überreich und ist so eine eine üppige Bienenweide.
  • Im Mittelalter wurde aus der Rinde Tinte gewonnen wurde.
  • Die Nutzung der Schlehen ist in der frühen arabischen Medizin zu finden.
  • Die Heimat der Schlehe erstreckt sich über ganz Mitteleuropa, Vorderasien und bis zum Kaukasus und Nordafrika. In Nordamerika gilt sie als eingebürgert.
  • Meist in der Schlehendorn in der Urform zu finden aber nur eine Sorte ist für den Anbau geeignet ist. Die Selektion Nittel ist die wertvollste Sorte. Sie hat relativ große Früchte und einen schwachen Wuchs.
  • Der Schlehdorn wird auch Schlehendorn, Dornschlehe, Schlehe, Heckendorn, Schlehen-Schwarzdorn, Schwarzdorn oder Ackerpflaume genannt.

Der Schlehen-Strauch blüht nicht nur wunderschön, sondern lässt sich ganz leicht zu leckerem Sirup, Marmelade und Beilagen für Wildgerichte zubereiten. Hier findest Du Gerichte.

Schwarzer Holunder – Sambucus nigra

Der Holunder, der Hollerbusch wie ihn meine Oma nannte, wird immer seltener. Dabei ist er ein besonderes nützliches und auch ansehnliches und schnell wachsendes Gehölz. Etwa von Juni bis Juli entwickeln sich große, weiße und vor allem aromatisch duftende Blütendolden und verbreiten mit ihrem betörenden Duft frühsommerliches Flair. Aus den Blüten entwickeln sich im Herbst violett-schwarze, kugeligen Beeren. Die Holunderbeeren lassen sich ab September ernten. Wenn man nicht schnell genug ist auch von den Vögeln.

Das solltest Du noch über Holunder wissen;

  • Einzelne ausgereifte Doldentraube können ein Gewicht von bis zu 500 Gramm auf die Waage bringen. Zum Beispiel Sorten wie  Schwarze Riese aus Vossloch
  • Der Holunder wächst auf normalem Gartenboden in sonniger bis halbschattiger Lage liebt zudem einen kalk- und stickstoffhaltigen Boden.
  • Holunder wird zur Blütezeit zahlreich von Bienen und Schmetterlinge angeflogen.
  • Die Verwendungen des Holunders in der Küche hat eine lange Tradition. Konserviert als Saft, als Mus, Marmelade oder Suppe…  Vieles ist möglich.
  • Aufgrund seiner Heilwirkungen wird er seit langem genutzt und geschätzt.

Apfelbeere, Schwarze Eberesche – Aronia melanocarpa

Die Apfelbeere gehört zum Kernobst und ist ein Alleskönner. Als anspruchsloses Wildobstgehölz, schmückt es auch im Ziergarten. Die weißen Blüten verwandeln sich später in dunkle Beeren. Dann bilden sich doldenförmige Bündel erbsengroßer, violettschwarzer und häufig wachsartig überzogener Früchte. Diese können ab Mitte August geerntet werden können. Das Gehölz stammt ursprünglich aus dem Osten Nordamerikas. Wie wäre es mit einem bisschen Indian Summer… denn später im Herbst färbt sich das Laub rot orange.

Das solltest Du noch über die Apfelbeere wissen;

  • Die Früchte schmecken süß-säuerlich-herb, fast heidelbeerähnlich.
  • Die gesundheitlich wertvollen Inhaltsstoffen der Aronia-Früchte sind bei Zimmertemperatur bis zu zwei Wochen lagerfähig.
  • Die Apfelbeere ist selbstfruchtbar ist. Daher reicht eine einzelne Pflanze im Garten zur Fruchtbildung aus.
  • Die Früchte der Apfelbeere ist nicht zum Rohverzehr geeignet, jedoch können sie zu Marmelade, Gelees, Fruchtsoßen und Likören verarbeitet werden.
  • Empfehlenswert sind Sorten, wie Aron, Viking, Nero und Rubina.

Wie wäre es mit einem leckeren Aronia-Aprikosen Fruchtaufstrich mit Mandelsplittern oder einem Aronia-Bananen Fruchtaufstrich ? Hier gibt es tolle Rezepte zum nachkochen und rühren.

Sanddorn – Hippophae rhamnoides

Sanddorn wächst, wie der Name schon erahnen lässt auf sandigen Boden in sonniger Lage. Hierbei breitet er sich mit starken Wurzelausläufer aus. Im Garten empfiehlt sich der Einsatz einer Wurzelsperre. Die orangeroten Beeren sind der Knüller schlechthin. Denn sie haben einen hohen Vitamin C-Gehalt und lassen sich gut zu Saft, Marmelade oder Gelee verarbeiten.

Das solltest Du noch über den Sanddorn wissen;

  • Die Beeren lassen sich gefroren besser vom Trieb entfernen.
  • Der doch gewöhnungsbedürftige Eigengeschmack von Sanddorn lässt sich mildern, wenn sie mit anderen Früchten oder Äpfel kombiniert werden.
  • Die Triebe bedornt sind. Deshalb ist das Pioniergehölz ein gutes Vogelschutzgehölz
  • Die Früchte sind wahre Multivitaminbomben. Die Früchte enthalten mehr Vitamin C als Zitronen und Orangen.
  • Einen wesentlichen höheren Fruchbehang und größere Früchte haben Sorten, wie Leikora und Friesdorfer Orange haben.
  • Damit es eine reiche Ernte gibt, werden jedoch Befruchtersorten z.B. Pollmix oder Leikora benötigt.

Blasenstrauch – Colutea arborescens

Erst die gelben Blüten von Mai bis September, die an Schmetterlinge erinnern, dann die bräunlichen Früchte, die wie aufgeblasene Hülse aussehen. Das Pioniergehölz aus Südeuropa, fühlt sich auch in unseren Gärten richtig wohl. Eine Kuriosität die im Spätsommer zu beobachten ist, sind die Blüten, die mit den Früchten gleichzeitig am Strauch zu bewundern sind. Die blasenförmigen Früchte sollten keinesfalls verzehrt werden, da sie gering giftig sind und bei Verzehr zu Erbrechen führen können.

Das solltest Du noch über den Blasenstrauch wissen;

  • Der Blasenstrauch blüht sehr lange, nämlich von Mai bis September.
  • Der Strauch verträgt viel Hitze und Trockenheit aber auch Wind und sandige trockene Böden.
  • Er wächst auf salzigen Böden.
  • Er bindet Luftstickstoff mittels Knöllchenbakterien an der Wurzel.

Nachdem die letzten Früchte im Winter ihre Farbe verlieren, tritt die Farbe im winterlichen Garten zurück. Plötzlich dominieren sanfte Brauntöne in vielen Schattierungen das Bild. Strukturen von abgeblühten Stauden und Gräsern sowie das Geäst der Gehölze oder malerischen Bäume treten deutlicher in Erscheinung. Besonders bei Rauhreif oder Schnee wirken sie märchenhaft. Hin und wieder gibt es Rinden in schönen Farben… Diese Ruhe tut gut. So kann man tief Luft holen und vom nächsten Frühling träumen. Vielleicht planst Du ja dann auch mehr Fruchtschmuck für den Garten ein.

Ich wollte einfach mal aufzeigen, was in manchen Gehölzen so steckt. Mit Fruchtschmuckgehölzen lässt sich die Saison jedenfalls vortrefflich verlängern. Darüberhinaus sind die Früchte oft nützlich und schön. Vielleicht probierst Du so einen schönen Weihnachtskranz. Du hast keine Früchte im Garten? Dann wirst Due vielleicht beim nächsten Sparziergang in der Natur fündig. Und hast Du Früchte gefunden, vielleicht reichen sie noch für ein kleines Glas Marmelade oder Gelee.

Ich wünsche Dir ein besinnliches Weihnachtsfest mit kreativ fruchtigen Ideen!

… und bleib natürlich

deine Petra Pelz

Übrigens; kennst Du schon unser Konzept für die gepflanzte Auszeit SILENT ISLAND? Auch hier lassen sich Fruchtschmuckgehölze pflanzen.

PFLANZE IDEEN... UND LASS SIE WACHSEN

Hol dir meinen Newsletter und erhalte kostenlose Tipps für ein kreatives Leben im Garten direkt in dein Postfach.

Das könnte Dich auch interessieren:

Fast geschafft! Schau in dein E-Mail-Postfach und bestätige deine Eintragung!

Trag dich jetzt für meinen kostenlosen Newsletter ein und erhalte als Dankeschön Zugriff auf jede Menge Vorlagen, Checklisten und Arbeitsblätter in meiner Bibliothek.

Du erhältst ca. zwei - fünf mal im Monat E-Mails von mir mit exklusiven Tipps, Ideen und Inspirationen rund um das Thema Pflanzen. Außerdem informiere ich dich immer als allererstes, wenn es bei mir etwas neues gibt!

Fast geschafft! Schau bitte in dein E-Mail-Postfach und bestätige deine Anmeldung.