Ich bin Davit Arican, 40 Jahre und gelernter Landschaftsgärtner und Dipl.-Ing. (FH) in der Freiraumplanung.

Seit 2008 bin ich Inhaber der Firma A und S GrünBau.

Hier habe ich 18 Mitarbeiter mit denen ich exklusive Gärten gestalte.

Seit 3 Jahren plane und baue ich auch Gärten für die Sendung “Duell der Gartenprofis“  im ZDF.

Wer mir auch auf  Instagram folgt weiß, dass ich dort sehr im Austausch mit meinen Followern und Kunden stehe.

Wie bin ich auf Idee  “Stauden statt Rasen“ gekommen?

 

Das Wort “pflegeleicht“ ist eines der meistgenannten Wünsche meiner Kunden. Das ist nachvollziehbar.

Dieser Wunsch war offenbar weit verbreitet, so dass zunehmend immer mehr „“Schottergärten mit Vlies“  die deutschen Vorgärten schmückten. Dieser Negativtrend, vor allem zu Lasten der Insektenwelt und des Mikroklimas, war kaum noch zu stoppen. Das führte so weit, dass seitens der Politik Gesetze gegen das “Verschottern“ von Gärten erlassen werden mussten. Bei Rasen sieht die Sache nochmal etwas anders aus. Er ist optisch nicht ganz so unattraktiv wie eine Steinwüste im Vorgarten, trotzdem nimmt die Rasenfläche in den meisten deutschen Gärten einen erheblichen Teil ein und hat eine lange Kulturgeschichte.

Der perfekte Rasen ist sicherlich der klischeebehaftete englische Rasen. Möchte man sich diesem Idealbild annähern, ist sehr viel Zeit und Pflege erforderlich. Dies steht jedoch im Widerspruch des Kundenwunsches nach “Pflegeleichtigkeit“.

Dies haben bereits einige Städte für sich herausgefunden und somit öffentliche Grünstreifen mit Stauden oder Blumenwiesen bepflanzt. Diese Idee wollte ich aufgreifen und in den Privatgartenbereich transportieren.

In meinem Firmengarten habe ich eine Testfläche mit Stauden und einer mineralischem Mulchschicht angelegt. In 3 Jahren musste ich dreimal Wildkräuter entfernen. Die Stauden haben sich weiterentwickelt.

Diese positive Beobachtung und Erkenntnis wollte ich gerne teilen und zum Aufklärungsprojekt machen.

So entstand der Slogan “Stauden statt Rasen“. Da Petra Pelz in unserer Branche als eine erfahrene Staudenplanerin bekannt ist, fragte ich sie, ob sie mit mir dieses Projekt starten wolle.

 

 

Petra war von der Idee überzeugt und bereits nach kurzer Zeit war der Slogan präsent auf unseren beiden Social-Media Profilen. Beide Communitys beteiligten sich aktiv an dem Projekt und ersetzten ein Stück Ihrer Rasenfläche gegen Stauden. Das Ziel des Projekts war nicht nur die Verbreitung der Botschaft, sondern eben auch die Animierung zum eigenen Handeln, was sehr viele gemacht haben.

Deshalb denke ich, dass unser Vorhaben ein voller Erfolg war und es nicht als Eintagsfliege in Erinnerung bleibt, sondern wirklich etwas verändert hat.

Tatsächlich haben mir immer mehr Neukunden erzählt, dass Sie lieber etwas mehr Staudenfläche statt Rasen haben möchten, bis hin zu Gartengestaltungen ganz ohne Rasen.

Sogar mehrere Zeitungen sind auf mich zugekommen und haben Artikel darüber verfasst, wie Stauden den Garten vielfältiger, lebhafter und pflegeleichter machen.

Unser Wettbewerb „Stauden statt Rasen“ war jedenfalls ein voller Erfolg und hier sind die Gewinner des kleinen Wettbewerbs. Na ja, am Ende sind alle Gewinner, die mitgemacht haben.

 

Gewinnergärten – Léonies Projekt – Ein (fast) rasenfreier Familiengarten

Ich bin Léonie Jenal, wohne in der Schweiz und lebe mit meinem Mann, unseren 5 Kindern und unserer Katze Mina in einem Schwedenhaus in der Nähe des Bodensees.  

Davit Arican hat mich über Instagram auf die Aktion #staudenstattrasen aufmerksam gemacht. Vor 8 Jahren haben wir begonnen, unseren Garten, der bis dahin Ackerfläche war, anzulegen. 

Bevor ich mich mit Staudenpflanzungen befasst habe, habe ich den Garten mit größeren und kleineren Gehölzen strukturiert. Das war ein längerer Prozess, der mehrere Jahre in Anspruch genommen hat. Während dessen habe ich begonnen, mich mit Staudenwiesen auseinander zu setzen.

Zuerst theoretisch, bald aber auch praktisch, indem ich angefangen habe, Staudenbeete anzulegen und auszuprobieren, was bei unseren Bedingungen möglich ist.

Die Staudenbeete wurden dabei grösser und grösser und sind wohl auch nie ganz fertig. Inspiriert dazu haben mich nicht zuletzt auch Gärten in Schweden, die oft zumindest in Teilen sehr naturnah gestaltet sind. 

Ich bin überzeugt davon, dass wir Menschen die Bedürfnisse der Natur wieder mehr berücksichtigen müssen, damit nicht nur wir, sondern auch unsere Nachkommen noch angenehme Lebensbedingungen erleben dürfen.

Einen Beitrag dazu kann jeder Quadratmeter Stauden statt Rasen beitragen. Darum sind solche Aktionen wichtig und unterstützenswert – jede Staude zählt und hilft mit, den Klimawandel wenigstens im Ansatz zu bekämpfen. 

Ein Garten ist nie fertig und unsere Staudenbeete werden wohl auch in den kommenden Jahren wachsen.

Ziel ist es, dass Rasenfläche nur noch als Weg durch die Staudenbeete dient. Bis dahin werden wohl noch viele Stauden geteilt werden und neue dazukommen und das ist auch das Schöne am Gärtnern – der Weg ist das Ziel. 

Instagram: villa_jenal 

Gewinnergärten – Nicoles Projekt – ein Präriegarten-Beet auf dem Hof

Ich bin Nicole Heithecker. Eigentlich bin ich eine Quereinsteigerin auf dem Gebiet der Gartengestaltung, komme aber insofern aus einem kreativ-gestalterischen Grenzgebiet, da ich Kunstlehrerin bin und mich seit jeher für viele gestalterische Themen interessiere. 

Da ich hier auf unserer Hofstelle für die Gestaltung und Pflege der zwei Hektar Außenanlagen zuständig bin, beschäftige ich mich schon seit über 20 Jahren mit dem Einsatz unterschiedlichster Stauden und Gehölze. 

Schon häufig habe ich Beete angelegt oder vorhandene Pflanzungen vorheriger Generationen erweitert, um die pflegeintensiven Rasenflächen zu reduzieren oder um Beikräuter an Scheunen- und Stallmauern durch blühende Stauden und Büsche zu ersetzen.  

Deshalb sprach mir das Thema ‚Stauden statt Rasen‘ aus der Seele und ich habe mich sehr über die Initiative gefreut. Wenn man so Hand in Hand mit der Natur lebt, beobachtet man die Entwicklung der Biodiversität seit einigen Jahren mit großer Sorge und möchte zumindest den kleinen Beitrag für die Biodiversität und gegen den Klimawandel erbringen, der einem als Privatperson möglich ist. 

Am 24. September 2015 war ein verhängnisvoller Tag für mein gärtnerisches Hobby: Meine Präriegarten-Sucht begann während eines Besuchs in der Gräflichen Gärtnerei in Bad Driburg! Ich hatte mich dort zu einem Staudenseminar angemeldet und nach einer ausgiebigen und äußerst fachkompetenten Führung durch den Gräflichen Park und die Gärtnerei, war ich insbesondere von den Beeten von Piet Oudolf  infiziert und der Präriegarten-Virus hatte mich von da an fest im Griff!  

Schließlich konkretisierten sich 2016 dann die Pläne eines eigenen Präriebeetes. Bei der Pflanzung bin ich damals noch recht intuitiv vorgegangen und habe mich an den Steckschildern in den Pflanztöpfen orientiert. Da sich das große Präriebeet ungefähr im rechten Winkel zur Sichtachse vom Wohnhaus aus erstreckt, mussten die Pflanzen mit der größten Fernwirkung im hinteren Drittel des Beetes platziert werden, die niedrigeren, feineren Stauden und Gräser wurden im vorderen (oder rechten) Beetbereich angesiedelt. Der Farbverlauf des ca. 20m langen, sichelförmigen Beetes sollte auch nach hinten hin (in frontaler Ansicht links) ‚lauter‘ werden und im Vordergrund eher in leiseren Weiß- Silbertönen abgestuft werden. 

Inzwischen haben sich einige konkurrenzstarke Stauden durchgesetzt (z.B. Phlomis russeliana) und schwächere wurden verdrängt. Dieses Wissen fehlt uns Amateuren beim Einstieg in das Gartenhobby natürlich und es gilt nach 2-3 Jahren, in dieser Hinsicht korrigierend in die Beetkomposition einzugreifen, wenn man die konkurrenzschwächeren Pflanzen behalten will. Ein durchaus naturalistischer Eindruck frei nach den ‚wilden Staudenwiesen‘ passt hier auf dem Stuckenhof allerdings gut zu den umliegenden Weiden und zur angrenzenden Landschaft. Trotzdem muss die Gratwanderung zwischen natürlicher Eigendynamik der Pflanzung und der geplanten Wirkung gemeistert werden.  

Die weitere Planung des Präriegartenbereichs hier auf dem Grundstück steckt schon länger in der Pipeline. 

Die Auswahl der Stauden und Gräser habe ich bereits vor einigen Monaten mit der Pflanzenreich-App geplant. Dadurch, dass man Kategorien, wie Bodenfeuchte, Lichtverhältnisse und Lebensbereiche als Filter in diesem Programm einstellen kann, hoffe ich, vor späteren Enttäuschungen bewahrt zu werden. Wenn dann die Auswahl der Pflanzen durch die App angezeigt wird, kann man daraus eine Farb- und Höhenauswahl treffen. Ein weiterer Vorteil für Amateure und Planer privater Gärten mit beschränktem Budget ist, dass man aus der großen Auswahl über die App auch erst einmal Pflanzen auswählen kann, die man bereits aus dem vorhandenen Bestand als Ableger zur Verfügung hat und kann diese als Füllpflanzen einsetzen. Weiterhin kann die Palette der Pflanzen durch Neuzugänge ergänzt werden. 

Die Pflanzenreich-App animiert sehr dazu, viele weitere Beete zu planen, da sie einen so großen Überblick über das scheinbar endlose Staudensortiment bietet und dann auch noch die Verwendungsmöglichkeiten, bzw. die entsprechenden Standortbedingungen aufzeigt. 

Das ist die beste Unterstützung für jeden Amateur-Gärtner! Bei uns auf dem Hof werden sicher noch viele Stauden den Rasen verdrängen! 

Instagram: muehleundco_garten

 

Unser kleiner Wettbewerb ist zwar vorbei, wirkt jedoch noch nach. Erfreulich, oder?!

Auch jetzt noch kommen Fotos von Menschen bei uns an, die ihren Rasen in ein blühendes Kleinod verwandeln. Und darum ging es ja.

Alle schaffen eine blütenreiche Umgebung  und sorgen gleichzeitig dafür, dass Insekten ein Nahrungsangebot haben.

Lies auch noch Teil 2 des Wettbewerbs „Stauden statt Rasen“.

Na, wär das auch etwas für dich? Rasen wird es künftig ja doch immer schwerer haben und ein blütenreicher Garten ist toll.

Bleib natürlich und trau dich!

Petra

 

 

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