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Es gibt nicht den „richtigen“ Weg ein Beet im Garten anzulegen. Denn jeder Garten ist per se ein Unikat und die Menschen die darin leben, erst recht.

Auf deinen ganz persönlichen Geschmack kommt es an. Achte nicht darauf, was dein Nachbar pflanzt oder was in einem Garten-Magazin gerade modern ist.

In diesem Artikel stelle ich dir viele Fragen (ich hoffe, ich nerve nicht). Es sind  Fragen, die du dir selbst beantworten solltest, wenn du den richtigen Platz für dein Staudenbeet im Garten suchst. Es soll helfen, das deine Idee zu dir und deinem Garten passt.

Bist du bereit? 🙂

 

„Es ist unwahrscheinlich, dass du deinen Gartentraum verwirklichst, wenn du dir nicht sicher bist, was dein Traum eigentlich ist.“

Foto: Ferdinand von Luckner   
Oben: Hier kommt Natur ins Haus. Der Garten muss ganzjährig wirken. Die gezielte Pflanzenauswahl ein Muss.

Gib deinem Beet eine Aufgabe, dann findest du den richtigen Platz im Garten:

  • Möchtest du etwa mit ein paar Stauden, Gräser oder Gehölzen einen kleinen Platz am Eingang oder an der Treppe schmücken?
  • Soll ein Staudenbeet im Vorgarten dein tägliches Highlight sein, wenn du kommst und gehst? … oder deinem Haus eine besondere Note verleihen 🙂
  • Oder möchtest du nach einem langen Arbeitstag in ein wogendes Blütenmeer eintauchen und dich vom Tagesstress erholen?
  • Willst du am Sitzplatz beim abendlichen Glas Wein oder morgendlichen Sonntagsfrühstück von schönen Blüten umgeben sein und Schmetterlinge beobachten?
  • Willst du mehr Privatsphäre und einen blühenden Sichtschutz mit Stauden und Gräsern pflanzen? (damit du deinen stressigen Nachbarn nicht ständig grüßen musst)
  • Soll eine Rabatte die langen Wege oder Einfahrten flankieren?
  • Möchtest du einen blühenden Raumteiler, weil du einen großen, unübersichtlichen Garten hast? Ein Inselbeet ist von allen Seiten zugänglich.
  • Möchtest du das Beet zu jeder Zeit aber vor allem im Winter sehen, weil der Raureif die Gräserspitzen so schön kringelt? Das arbeiteten in der Küche und oder am Computer ist vielleicht leichter, wenn du eine Pause einlegst, aus dem Fenster blickst während sich die Blumen oder Gräser im Wind wiegen.
  • Bist du ein Pflanzensammler und brauchst ein Beet zum Beobachten deiner Pflanzenschätze?
  • Ganz generell… was ist der besondere Ort in deinem Garten und wo macht er dir am meisten Spaß?
Bilder oben: Diese Zeichnungen sollen dir zeigen, wo und wie ein Beet im Garten den richtigen Platz finden könnte. (Diese Zeichnung haben wir angefertigt, um dir Möglichkeiten aufzuzeigen)
Bild oben: Eine moderne Terasse mit schmalen Pflanzbeeten;  Hier müssen die Pflanzen sorgfältig ausgewählt werden, da es aufgrund der knapp bemessenen Fläche keine Vielfalt geben kann. Was hier wächst, mus das ganze Jahr eine gute Figur machen.
Bilder oben und unten: Mediterrane Gärten können ein Thema für den ganzen Garten sein. Die Bepflanzung ist nicht dicht und sorgt durch die Kiesauflage für mediterrane Natürlichkeit. Wege ergeben sich und auch ein Sitzplatz lässt sich hier eher „spontan“ einordnen.

Dein Ideal muss zu den Gegebenheiten passen

Deine Ideen werden gelingen, wenn du sie mit den Gegebenheiten abgleichst und dich mit ihnen auseinandersetzt. Hol das Beste aus den Bedingungen raus. Achte auf das Besondere in deinem Garten und hebe es hervor. Du kannst mit der Lage des Beetes den Blick gezielt lenken oder genauso etwas Unschönes (vielleicht ein Gerümpelhaufen auf dem Nachbargrundstück) kaschieren.

Wenn Du noch nicht sicher bist, wo dein Beet am besten wirkt, dann stell dich in den Garten, auf die Terrasse oder sieh aus dem Fenster.

Beantworte dir hierzu folgende Fragen:

  • Welche Farben liegen dir besonders (weißer Garten, farbenfroher mehrfarbiger Garten usw.)
  • Liebst du es üppig, mediterran oder modern und minimalistisch? Und wie würden diese Vorlieben zur Umgebung passen?
  • Wann soll dein Garten am schönsten sein? Reicht eine kurze, aber spektakuläre Frühlings- oder Sommershow oder möchtest du einen Garten, der vom Frühling bis zum herbstlichen Finale gut aussieht?
  • Wie ordnet sich des gesamten Gartens in die Umgebung ein? Das heißt; Was umgibt ihn? Wie sind die Grenzen? Gibt es Besonderheiten, die du stärker hervorheben möchtest oder (mit Pflanzen) lieber verdecken solltest.
  • Hat dein Beet einen Hintergrund und wenn ja welchen? Denke an die Gartenfotos, die Du in Büchern und Zeitschriften manchmal siehst. In fast allen Fällen steht etwas hinter der üppigen Blumenpracht – ein Zaun, eine Stein- oder Backsteinmauer, eine dunkelgrüne Hecke oder eine Masse von Sträuchern oder Bäumen. Diese Hintergründe verhindern, dass dein Auge durch die Landschaft wandert. Es ist ein Fester Rahmen, wie bei einem Bild. Stattdessen konzentriert sich der Blick auf die Pflanzung. Sollte die Grenze unansehnlich sein, kannst Du einen einfachen Zaun aufstellen, eine Hecke oder hohe Stauden pflanzen.
Bild oben: Ein opulentes Stauden-Beet in geschwungener Linie wirkt natürlich und bildet einen spannenden Kontrast zu den strengen Hecken im Hintergrund.  Ich liebe dieses Prinzip von „Ordnung und Chaos“, da es eine ungeheure Spannung hervorbringt.
Bild oben und unten: Oft braucht es gar nicht viel um mehr Natürlichkeit in den Garten zu bringen. Kleine aber sorgfältig bepflanzte Beete um den Sitzplatz, lösen die moderne geradlinige Wirkung auf.
Bild oben: Klassische Gartenanlagen mit Hecken eingefasst wirken vorrangig durch die Struktur, durch die Umgrenzung. Hier wurden die Beete mit einfarbigen Salbei (einjährig) bepflanzt. Denkbar sind auch Stauden, Gräser oder Gemüse. Also es gibt zig Varianten.

, Die optimale Größe festlegen und den richtigen Maßstab finden

Wähle den richtigen Maßstab des Beetes. So passt es proportional in die Umgebung. Das bedeutet; ist der Garten klein, sollte das Beet zwar immer noch großzügig aber im Maßstab passend zur Gesamtfläche ausgelegt sein. Ein großes Grundstück bietet in Bezug auf die Ausweitung mehr Möglichkeiten. Es sollte  großzügiger bemessen sein, damit es wirkt.

Ich kenne Kunden, die haben mit einem kleinen Beet an einem sonnigen Ort begonnen und waren erstaunt, wie schnell sich der Raum mit Pflanzen oft Mitbringsel füllte. Der Platz wurde irgendwann knapper. So fügten sie immer mehr Platz hinzu, zu Lasten der Rasenfläche. (Das kennt auch mein Mann… ) Das wiederholte sich über lange Zeit und so wurde das Beet schrittweise größer. Wenn auch du mit der Gestaltung zufrieden ist, ist an dieser schrittweisen Herangehensweise nichts auszusetzen.

Für Jemanden, der vielleicht am Anfang steht, ist es nach meiner Erfahrung besser, klein anzufangen. Später kann man noch expandieren, wenn Zeit und finanzielle Mittel es erlauben. So ist es nicht gleich so anstrengend und herausfordernd. Das Ziel sollte ja sein, Spaß zu haben und sich nicht die Haare zu raufen, weil man es nicht bewältigt.

Natürlich ist es ideal wenn du es schaffst, von vornherein das Beet zu planen. So ist es eher stimmig und harmoniert mit den Proportionen deines Gartens. Entwirfst du von Grund auf neu, achte darauf, das Beet nicht zu schmal anzulegen. Manchmal gibt es die Fläche vielleicht nicht her. Wenn du es dir aber aussuchen kannst, sollte dein Border entlang der Grundstücksgrenze mindestens 1.20m tief sein. Ein Laufstreifen von ca. 0,5m entlang der Grundstücksgrenze hilft dir, die Hecke zu schneiden.

Ansonsten finde ich persönlich größere Beete wirkungsvoller als kleine, da sie sich einfach eindrucksvoller bepflanzen lassen.

Ich liebe es zum Beispiel auf Rasen zu verzichten und stattdessen alles zu bepflanzen. Wenn allerdings Kinder im Haus sind, brauchst du sicher Rasen.

Mit großzügigen Pflanzungen, lässt sich der Garten modellieren und einteilen. Unansehnliche Stellen im Garten lassen sich entweder verdecken oder schöne Situationen hervorheben. Toll ist auch die Dynamik der Jahreszeiten. Die kann man intensiver erleben. Und nicht zu vergessen; Insekten und Bienen lieben Blüten und keinen Rasen. (der es künftig ohne Wasser sowieso schwer hat)

Übrigens; für die Pflege kann man kleine Pfade anlegen. Ich habe ein Beet mit 8m Tiefe und keinen Pfad angelegt. Ich komme dennoch überall hin, was ich aufgrund der pflegeleichten Bepflanzung kaum brauche.

Möchtest du mehr wissen? Dann sieh dir auch diese Artikel an:

Wie Du eine Oase aus Pflanzen erschaffst (auch wenn Du keinen großen Garten hast)

Sichtschutz pflanzen mit Stauden und Gräsern

Zarte Gräser im sonnigen Garten

Bild oben: So perfekt und sorgfältig kann ein Sitzplatz umpflanzt sein.

Deine Wahl – gerade Kanten oder oder geschwungenen Linien

Gerade Linien oder formale Entwürfe, wie geometrische Standardformen (Quadrate, Rechtecke, Kreise) sind für eher modern oder klassisch angelegte Gärten. Sanfte Kurven und unregelmäßige Formen dagegen wirken entspannter, natürlicher und daher ungezwungener.

Wähle die Form, die zur Umgebung und zu deinem Empfinden passt.

Sei ruhig experimentierfreudig. Du kannst beides, geschwungen und formal miteinander kombinieren. So können beispielsweise Haus- und Terrassenkanten geradlinig sein und den Linien der Architektur entsprechen, während die Ränder entlang einer Grundstücksgrenze oder um eine Gruppe von Bäumen und Sträuchern herum mit den natürlichen Konturen des Grundstücks wellenförmig sind.

Ich wähle in Hausnähe meist formale Formen, wie einen winkliges Beet um eine rechteckige Terrasse oder das parallel verlaufende Beet zu einer Hauszufahrt. In kleineren Gärten rate ich generell dazu, formaler zu bleiben. Im ersten Moment sehen formale Entwürfe sehr streng aus. Jedoch ich finde den Kontrast zwischen der Strenge der Formen, wie Terassen, Hecken, Mauern oder Pergolen zu den überbordenden Staudenbeete ungemein reizvoll. 

 

„Diese erzeugte Spannung zwischen „Ordnung und Chaos“ und ist für mich das Salz in der Suppe.“

Plötzlich wirkt der Garten nicht mehr so streng, denn es scheint, als würde die ordnende Struktur, die wilde Bepflanzung darin zähmen. Verstehst du was ich meine?

In einem größeren, landschaftlich geprägten Grundstück sind geschwungene Beete passender. Sie fügen das Beet durch die harmonischen Linien optimal in die gesamte Umgebung ein. Möglich sind geschwungene äußere Beetkanten oder ein geschwungener Weg der durch die Pflanzung führt.

Bild oben: Entlang von breiten Wegen können Beete mit schönen Pflanzen, ein Gegengewicht zu dem vielen Beton oder ausladenen Steinflächen bieten.
Bild unten: Kleine blühende Pflanzeninseln flankieren die Wege. Sie lenken den Blick und führen geschickt in andere Gartenteile.
Bild unten: Mein alter Garten in Biederitz hatte kaum Rasen. Ein schmaler Weg führt durch den Garten zu einem weiteren Sitzplatz. Begleitet von Japanwaldgras, das als Einfassung gepflanzt wurde.
Foto: Ferdinand von Luckner   
Bild unten: In einem Kundengarten ist alles mit üppigen Stauden und Gräser großräumig bepflanzt. Übrigens sehr pflegeleicht! (die Variante zum Eintauchen und Entspannen)
Fotos: Ferdinand von Luckner
Bild oben und unten: üppige Pflanzengruppen setzten kräftige Akzente. 

Häufige Fragen und Antworten zum Staudenbeet

Wo kann ich ein Staudenbeet im Garten anlegen?

Die wichtigsten Faktoren ein Staudenbeet im Garten anzulegen ist neben dem gestalterischen Aspekt, der richtige Standort für die Pflanzen. Schließlich müssen sie gut wachsen, damit du dich später über einen pflegeleichten Garten mit üppigen Stauden, Gräsern freuen kannst.

Frag dich also:

  • Wie sind die Lichtverhältnisse?
    • Schatten
    • Halbschatten
    • Sonne
  • Wie ist dein Boden?
    • Sandboden, leichter Boden
    • Humusboden
    • Schwerer Boden, wie Ton oder Lehm
    • Kalkboden
    • Torfboden

Wie soll dein Staudenbeet aussehen?

Dein Staudenbeet sollte zu dir und zu deiner Umgebung passen. Sicher hast du eine Vorliebe und dich schon das eine oder andere Mal inspirieren lassen.

Deine Idee, wie dein Garten aussieht muss natürlich auch zu deiner Umgebung passen. Die Auswahl der Materialien und Ausstattung deines Gartes und ganz klar die Bepflanzung – alles muss gut zusammenpassen und harmonisch sein. Du kannst zwischen den folgenden Stilen wählen:

  • Mediterraner Garten
  • Bauerngarten
  • Cottage Garten
  • Präriegarten
  • Steppengarten
  • Gemüsegarten
  • Rosengarten
  • Schattengarten
  • Waldgarten

Welche Größe soll ein Staudenbeet haben?

Die Größe des Staudenbeetes lässt sich individuell festlegen. Ein Richtig oder Falsch gibt es nicht. Vielmehr hängt die Größe eines Staudenbeetes von der gesamten Grundstücksgröße ab. Entscheidend ist auch, wieviel Zeit und der Kraft in den Garten und in das Staudenbeet investiert werden kann.

Es ist sowohl möglich ein kleines aber feines Staudenbeet am Sitzplatz in Haus Nähe anzulegen, als auch den Vorgarten als Visitenkarte des Hauses schön zu bepflanzen. Gärtnernde Menschen, die Spaß daran haben, würden sogar auf Rasen verzichten und den gesamten Garten mit Stauden, Gräser und kleinen Gehölzen bepflanzen. Wir nennen das SILENT ISLAND.

Wie dicht pflanze ich im Staudenbeet?

Wie dicht die Pflanzen im Staudenbeet gepflanzt werden ist abhängig von der Pflanzenart. So spielen bei der Bepflanzungsdichte, die zu erwartende Endhöhe, die Breite der Pflanze, der Ausbreitungsdrang und generell die Wuchsstrategie eine wichtige Rolle.

Man kann pro Quadratmeter durchschnittlich mit 5 -12 Pflanzen rechnen. Diese Anzahl ist abhängig von der Topfgröße und der Geduld die man hat. Klar kann man zunächst größere Abstände planen. Aber wenn sich die Pflanzflächen schnell schließen sollen, sollte man nicht allzu sehr an Pflanzen sparen. Ein schnelles Schließen der Pflanzflächen macht das Beet pflegeleichter. So spart man Zeit und kann den Garten eher genießen. Pflanzen einer Art kann man übrigens etwas dichter setzten, so erhält man schnell, schöne Pflanzengruppen.

Die richtigen, auf die Arten abgestimmten spezifischen Pflanzabstände sollten beachtet werden. Während ein zu weites Pflanzen den Pflegeaufwand erhöht, weil die Bodenflächen offen sind und sich Unkraut einstellen kann, kann ein zu dichtes Pflanzen, zur Verringerung der Langlebigkeit führen. Pflanzen können schneller vergreisen.

Staudenbeet – was ist das eigentlich?

Ein Staudenbeet im Garten ist ein Beet, an dem man viele Jahre viel Freude hat. Denn die Stauden und Gräser sind Pflanzen, die sich im Takt der Jahreszeit entwickeln. Sie treiben aus, wachsen, blühen, hin und wieder entstehen Samenstände, sie vergehen und ziehen wieder ein und verschwinden in der Erde, um im darauffolgenden Jahr erneut auszutreiben.

Diese Dynamik über all die Jahreszeiten lässt sich gestalterisch nutzen. So kann man den wunderschönen Austrieb der Stauden, wie Funkien oder Farne, Purpurglöckchen oder Gräser mit Zwiebelblumen, wie Narzissen kombinieren. Im Laufe des Jahres ist es ein Kommen und Gehen von Blüten, die mit schönem Laub wirken. Im Herbst färben sich einige Stauden, wie der Röhrenstern, der Scheefelberich, Bergenien und Gehölze, wie Kupferfelsenbirne oder Ahornarten in Gelb, Feuerrote oder Orange. Sie tauchen die Staudenbeete in leuchtende Farben. Indian Summer zu Hause! Später im Herbst beginnt das Sterben in Schönheit. Die Farbe verschwindet aus dem Laubwerk der Stauden und Gräser. Die arttypischen Strukturen treten nun in Erscheinung und zeichnen den Charakter der Pflanzen nach. Im Winter zaubert Frost und Raureif herrliche Wintersilhouetten.

Was sind nun also Stauden?

Stauden sind also mehrjährig, ausdauernd und krautig. Sie ziehen sich in den Boden zurück nachdem dieser Jahreszyklus abgeschlossen ist. Sie haben Wurzeln, Knollen (Rhizome) und Zwiebeln die in der Erde überwintern. Im neuen Gartenjahr beginnt alles wieder von Neuem.

Was gehört in ein Staudenbeet?

Stauden lassen sich toll miteinander und untereinander kombinieren, wenn sie von den Standortansprüchen her gut zusammenpassen. Auch die Formen und Farben sowie die Höhen sollten gut passen. Allerdings machen Gräsern, Zwiebelblumen, Rosen oder Gehölze die Kombinationen erst komplett. Derartige Zusammenstellungen in dieser schönen Allianz sind das „Salz in der Suppe“. Gehölze und Rosen sind oft höher und können das Staudenbeet gliedern. Sie sind das Rückgrat der Pflanzung. Gräser bringen naturhaften Charme und Leichtigkeit ins Beet und harmonieren mit den Blüten von Stauden, bilden jedoch auch wirkungsvolle Kontraste zu großen Blättern. Zwiebelblumen haben im Frühjahr und Frühsommer ihren blühenden Auftritt. Schon im zeitigen Frühjahr, wenn die Stauden und Gräser noch klein sind, sorgen sie für das erste frische Grün und für opulente Blütenfülle zwischen den gerade austreibenden Stauden. Nachdem die Stauden und Gräser größer sind, zeihen sie sich in die Erde zurück.

Ein Staudenbeet anlegen – Was passt zusammen?

Geht man systematisch vor, kommt man automatisch zu harmonisch zusammenpassenden Pflanzengemeinschaften im Beet. Grund hierfür, sind die gleichen Bedürfnisse und Anforderungen von Pflanzen an den jeweiligen Standort. Deshalb ist es sinnvoll hier zu beginnen.

Eine standortgerechte Pflanzenauswahl ist das A und o, wenn alles gesund und üppig wachsen soll und die Pflanzen sich wohl fühlen. Somit ist das Staudenbeet zudem auch pflegeleichter.

Ist der Boden mineralisch, durchlässig mit wenig Humusanteil, ist eine Staudenbeet mit Steppenpflanzen, wie Schafgarben, Steppensalbei, Reiherfedergräser oder Steppenwolfsmilch oder mit mediterranen Arten, wie Heiligenkraut, Ysop, Lavendel oder Bartiris eine Idee.

Ist der Boden frisch, humos und die Lage im Garten halbschattig, finden Stauden wie Japananemone, Prachtspiere, Farne, Astilben und Schattengräser ihren idealen Platz.

All diese Pflanzenarten passen also per se zusammen. Sie gehören zu bestimmten Plätzen mit bestimmten Standortbedingungen. Man kann nichts falsch machen, wenn man standortgerecht pflanzt und die Bedürfnisse der Pflanzen berücksichtigt. Dann passt alles mit allem immer perfekt zusammen.

Wie kann ich ein Staudenbeet anlegen?

  • Das Anlegen eines Staudenbeetes beginnt mit einem guten Plan. Nachdem geklärt ist, wo das Beet im Garten angelegt wird (in welcher Größe und Form), wird das Beet ausgemessen und ein Grundlagenplan erstellt. Vorhandene Pflanzen, wie Gehölze, die in die Planung einbezogen werden sollen, müssen im Plan gekennzeichnet werden. Ebenso Schächte und Einbauten.
  • Sinnvoll ist ein Pflanzplan. Er empfiehlt sich unbedingt. Da ein Pflanzplan komplett durchdacht ist, sind die Kombination von Stauden, Gräser, Blumenzwiebeln und Gehölze optimal und sorgen für ein immerwährend blühendes Staudenbeet. Auch die benötigte Stückzahl lässt sich mit einem Pflanzplan besser ermitteln.
  • Nach dem Ausmessen des geplanten Staudenbeetes, wird der Boden unter die Lupe genommen. Gegebenenfalls ist eine Bodenverbesserung sinnvoll. Ein gut aufbereiteter Boden und auf die Pflanzen abgestimmter Boden, ist eine der wichtigsten Grundlage für ein schönes Staudenbeet. Ist der Boden in Ordnung und alles ist passend, muss nichts weiter getan werden.
  • Nun wird gepflanzt! Der Pflanzplan wird maßstäblich auf das Gelände übertragen. Das gelingt mit dem Ausstreuen von Sand oder einfach mit einem Harkenstiel, indem man die Linien der Pflanzfläche in den lockeren Boden zeichnet. Die Pflanzen werden ausgestellt in den richtigen Pflanzabständen und nun wird gepflanzt. Die Pflanzen werden bis zum Wurzelhals in den Boden gebracht und fest angedrückt. Anschließend wird alles kräftig angegossen. Letzteres ist wichtig, um die Wurzeln mit Erde zu umschließen. So ziehen sie keine Luft und können nicht vertrocknen.

Wie oft soll ich ein Staudenbeet gießen?

Sind Stauden gut eingewachsen, dann sollte in der Regel nur bei extremer Trockenheit zusätzlich gewässert werden. Lieber einmal länger und dafür intensiver wässern, denn Pflanzen lassen sich erziehen.

Sie bilden ihre Wurzeln auf der Suche nach Wasser und Nahrung. Wässert man häufig und nicht so intensiv, bilden sich die Wurzeln der Pflanzen in den oberen Bodenschichten. Die Wurzeln gehen also nicht in die Tiefe. Trocknet der Boden mal aus, sind diese Pflanzen mit den oberflächennahen Wurzeln sehr viel mehr gefährdet, wenn es trocken ist. Die Pflanzen mit tief reichenden Wurzeln dagegen sind robuster.

Viele Gartenbesitzer sehen in einer automatischen Bewässerung die Lösung. Das ist für Pflanzen in der Urlaubsphase gut. Dann kann man sich nicht um den Wasserhaushalt der pflanzen kümmern. Als Dauerlösung richten schlecht eingerichtete Bewässerungsanlagen oft Schäden an. Denn besser für das Wachstum der Pflanzen ist es, sie aufmerksam zu beobachten und auf ihre Bedürfnisse zu achten. Man sieht einfach, wann man wässern muss. Ein Zuviel an Wasser ist ebenso schädlich wie ein Mangel.

Neu angelegte Pflanzungen mit noch kleinen, jungen Pflänzchen müssen öfter gewässert werden. Sie brauchen diese pflege, bis sie sich im Boden etabliert haben. In den folgenden Monaten nach der Pflanzung, sollte alle paar Tage (je nach Witterung, ca. alle 2 – 3 Tage) durchdringend gewässert werden.

Wie gieße ich mein Staudenbeet richtig?

Bodennahes Wässern ist gut für die Pflanzen. Das ist nicht immer so gut möglich. Ideal ist es aber das Wasser direkt auf die Erde zu bringen. Das Wässern Sie am Morgen oder Abend ist sinnvoll, da nicht so viel Wasser verdunsten kann.

Man sagt ja immer „Ein schöner Garten ist kein Zufall“. Das stimmt auch, denn er ist von vielen sorgfältig getroffenen Entscheidungen abhängig. Egal ob es ein großer oder kleiner Garten ist, am Ende gilt; es muss zusammen passen. Es lohnt sich also Gedanken in vielen Varianten zu machen.

Auf dem Papier tut es ja nicht weh 🙂 und der Winter ist lang!

Wenn du wissen möchtest, was du pflanzen kannst, findest du hier weitere Anregungen:

Zarte Gräser für den sonnigen Garten

Gartenpflanzen für den Klimawandel – so gärtnerst Du auf trockenem Böden

Klimawandel im Garten – so findest Du die richtigen Gartenpflanzen

Ich wünsche dir viele Beet – Träume!

bleib natürlich
Petra

 PS.: Und wenn du  dir ein neues Beet selbst anlegen möchtest, dann habe ich noch folgende Empfehlung für dich:

PS: Wenn du dir einen Garten wünschst, der „trockenheitstauglich“ und trotzdem üppig blühend ist, dann wäre vielleicht mein ONLINE KURS SONNENFLUT etwas für dich.

In diesem Kurs zeige ich dir Möglichkeiten, wie dir dein Garten gelingt (egal wie heiß und trocken der nächste Sommer wird). Du wirst Schritt für Schritt geleitet und planst so dein eigenes Beet.

Hast du Lust drauf? Dann ist das DEIN Weg zum Kurs:

ONLINE KURS SONNENFLUT

 

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