Braune Ödnis statt üppiger Blütenpracht?

Mit diesen Pflanzen für den trockenen heißen Standort blüht Dein Garten schnell wieder auf.

Grau – in Grau – in Grau… und nochmal Grau! Dieser Winter kommt Dir besonders trüb vor? Dann pflanze dir einen blühenden Hoffnungsschimmer in den Garten, ein vorgezogenes Frühlingsgefühl, wenn Du so willst.

Dank der vielen im Winter blühenden Pflanzen ist es auch in der kalten Jahreszeit möglich, ein paar bunte Farb- und Blütentupfer in den Garten zu holen. Die meisten dieser Pflanzen sind nicht nur schön anzusehen, sie riechen auch gut und lassen das scheinbar endlose Warten auf den Frühling angenehmer werden.

So lässt Du deinen Garten auch im Winter aufblühen

Aber auch wenn Du bislang noch keine winterblühende Pflanzen in Ihrem Garten geplant hast… Es ist noch nicht zu spät damit anzufangen. Für jede Gartengröße und Standortsituation gibt es diese kleinen Winter- Highlights. So kannst Du:

  • Stauden pflanzen, wie Christosen Helleborus orientalis in verschiedensten Sorten, Helleborus corsica oder Helleborus foetidus
  • Winterblühende Blumenzwiebeln setzten, wie Winterlinge, Schneeglöckchen, Krokus oder Narzissen
  • Klettergehölze an die Wand holen, wie Jasiminum nudiflorum, den Winterjasmin
  • Kleine Gehölze oder Bäume wie, Zaubernuss, Eisenholzbaum geschickt platzieren, am Besten in Sichtweite des Fensters oder am Hauseingang

Ein Hauch von Frühling im tristen Wintergrau

4 Tipps auf dem Weg zu einem blühenden Winter – Garten

  • Die ausschließlich winterharten Arten, lassen sich ganzjährig pflanzen, solange es nicht im Boden gefriert.
  • Schneide die Gehölze nicht unnötig, denn die Blütenknospen entwickeln sich am zweijährigen Holz. Sollte es nötig sein, setze die Schere erst nach der Blüte an.
  • Pflanze die blühenden Gehölze in Hauseingang- oder Fensternähe. So siehst Du  den Frühling aus dem Fenster.
  • Winterblühende Gehölze haben meist einen schönen Duft. Damit Du etwas davon hast, solltest Du  die Gehölze am Eingang oder in den Vorgarten pflanzen.

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Mit diesen winterblühenden Pflanzen zieht der Frühling vorfristig in deinen Garten

Zaubernuss – Hamamelis intermedia (siehe oben)

Dieser kleine Baum ist malerisch, wächst jedoch sehr langsam. Idealerweise platziert man ihn sonnig an einem Hauseingang oder direkt vor einem Fenster, wo man die schöne Winterblüte von Januar bis März gut beobachten kann. Nach der Blüte erscheinen holzige Kapselfrüchte. Im Herbst färbt sich die Zaubernuss rot-orange. In der Vase entwickeln die Blüten ihren süßen Blütenduft. Es gibt viele Sorten mit gelben bis orangefarbenen Blüten.

Winterblüte Chimonanthus praecox (siehe oben)

Dieser zart blühende Strauch aus dem fernen China hat es mir angetan. Trotz seiner zarten Erscheinung ist der Strauch hart im Nehmen. Denn er verträgt Temperaturen bis -28 ° C. Besonders wohl fühlt sich Chimonanthus auf fruchtbaren und porösen Böden. Die Blüten sind ca. 2,5 cm lang, cremig gelb und haben ein rotes Auge in der Mitte. Die Blüte startet im Dezember. Die Hauptblütezeit entwickelt sich allerdings im Februar und März. Frisch gepflanzt, ist der Strauch erstmal etwas empfindlicher. Sobald er eingewachsen ist, entwickelt er sich fantastisch. Er kann 3 bis 4m hoch werden. Wenn überhaupt, sollte er nur sehr zurückhaltend zurückgeschnitten werden, da winterblühende Blumen auf nur zwei Jahre altem Holz blühen. Aufgrund des sehr angenehmen Dufts können die Zweige gut in der Vase verwendet werden.

Weiße Forsythie Abelyophyllum distichum (siehe oben)

Weiße Forsythie gehört nicht zur Familie der Forsythien. Sein Namensvetter blüht im Frühling und hat verschiedene Blüten. Während die Forsythie, die im späten Frühling blüht, gelbe Blüten hat, hat die weiße Forsythie wunderschöne weiße oder zarte rosa sternförmige Blüten. Diese winterblühende Pflanze ist eine echte Rarität. Die 1,5 cm langen Blüten erscheinen zwischen Januar und April und können in einem Jahr weiße und im nächsten rosa Blüten haben. Es wird angenommen, dass dies auf die unterschiedliche Absorption von Spurenelementen oder anderen Wirkstoffen im Boden zurückzuführen ist. Weiße Forsythien können in geschützter, sonniger Lage bis zu 2 Meter hoch werden und sind ideal für kleinere Gärten. In günstiger Lage ist es wirklich pflegeleicht und extrem robust. Diese elegante Pflanze kann, auch wenn sie in eine Vase geschnitten und eingelegt wird, mehrere Tage im Innenbereich genossen werden. Dieser hübsche Strauch stammt aus Korea.

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Winter-Heckenkirsche oder Duftheckenkirsche Lonicera x purpusii (siehe oben)

Dieses wenig bekannte Geißblatt – auch als Duftheckenkirsche bekannt – stammt aus China. Der Strauch ist stark wachsend, robust und pflegeleicht und wächst in jedem normalen Gartenboden. Ein regelmäßiger Schnitt ist nicht erforderlich. Das Geißblatt zeichnet sich besonders dadurch aus, dass es früh im Winter zuverlässig blüht und betörend duftet. Die ca. 1,5 cm langen, gelblich bis creme weiß gefärbt Blüten erscheinen zwischen Dezember und März. Danach bilden sich rote Früchte. Da die Duftheckenkirschev nur etwa zwei Meter hoch wird, passt es auch gut in kleine Gärten. Zudem machen sich die duftenden Blüten in der Vase gut.

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Mahonie Mahonia media ‚Winter Sun‘ (siehe oben)

Dieser sehr schöne Winterblüher hat duftend gelbe Blüten und einen betörenden Honigduft, Die Blüten sind zu übergeneigten Trauben geformt und blühen von Januar bis April. Tiefgrüne, lederartige Blätter sind am Rand mit spitz bedornt. Die älteren Blätter nehmen im Herbst eine gelbe bis orangerote Färbung an. Der Wuchs ist aufrecht und leicht verzweigt. Der Standort sollte halbschattig bis schattig sein und der Boden nicht zu trocken. Mit seiner Größe von 1,5 bis 2m ist sie ideal für die Einzelstellung in kleinen Gärten.

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Frühjahrs-Kirsche, Schneekirsche Prunus subhirtella (siehe oben)

Die sehr frostharte Schneekirsche mit einer breit schirmartigen Krone und herunterhängenden Ästen ist ein 5 m hoch und 3 – 4 m breit werdender kleiner Baum. Er blüht von November bis April in einem zarten rosa. Anschließend entwickeln sich die roten Steinfrüchte. Der Zierkirsche hat eine schöne orangegelbe Herbstfärbung. Der Standort ist sonnig.

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Duftschneeball Viburnum x bodnantense Dawn (siehe oben)

Duftschneebälle sind schöne winterblühende Pflanzen, die sich zudem durch ihren fabelhaften Duft auszeichnet. Die kugligen Blüten sind besonders hübsch und zeigen sich auf nackten Ästen mitten im Winter. Die auffälligen, meist weißen, aber gelegentlich rosa gefärbten Blüten erscheinen manchmal im November, obwohl die Hauptblütezeit von Februar bis April ist. Dieser dichte, aufrechte Strauch kann 3 bis 4 Meter hoch werden. Das Gehölz liebt es etwas wärmer, deshalb sollte es lieber sonnig oder zumindest halbschattig platziert werden. Wohl fühlen sich Duftschneebälle in leicht sauren Böden, die nicht zu trocken sind.

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Haselnuss  Corylus avellana (siehe oben)

Der Haselnussstrauch blüht nicht so ganz im Winter. Aber mit seiner frühen Blüte Ende März, Anfang April, leitet er in den Frühling über. Insbesondere die männlichen Blüten erscheinen in gelben 6 cm langen Kätzchen vor dem Laubaustrieb. Die weiblichen Blüten sind in den Knospen verborgen. Der Großstrauch misst ausgewachsen ca. 5 Er lässt sich gut schneiden. Die Haselnuss wird ab September reif. Für viele Eichhörnchen und andere Kleintiere sind die Nüsse eine wichtiges Futter. Das Laub dieses anspruchslosen Gehölzes färbt sich übrigens im Herbst gelb.

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Gewöhnlicher Seidelbast Daphne mezereum (siehe oben)

Er ist ein kleiner zierlicher Strauch mit einem trichterförmigen Wuchs. Mit einer Höhe von nur 40 bis 150 passt er in kleine Beetflächen. Seine duftenden Blüten sind wertvoll für Insekten. Die Blüten öffnen sich von Februar bis Mai in einem leuchtenden Rosa. Nach der Blüte entwickeln sich stark giftige beerenartige Steinfrüchte, die mal rot oder gelb sein können. Der Standort sollte sonnig sein.

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Winterjasmin Jasminum nudiflorum (siehe oben)

Rutenartig breitet der Winterjasmin seine Äste aus und schiebt sich an Häuserwänden empor oder ragt über Mauerkronen. Seine dünnen bogigen überhängenden Zweige erscheinen oft etwas zerzaust und ungeordnet. Der bis 3m hoch werdende Strauch blüht herrlich gelb im Dezember. Die Blüte hält bis März an, was ihn sehr wertvoll macht. Sein Standort ist sonnig bis halbschattig. Hier sollte er jedoch auch geschützt gepflanzt werden.

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Christrose Helleborus orientale (siehe oben)

Christrosen halten keinen Winterschlaf. Sie blühen.. und das von Dezember bis in den März. Sie werden  zwischen 20 und 50cm hoch und lieben einen nährstoffreichen humosen Boden. Wenn die Christrose (auch Lenzrose genannt) sich wohlfühlt, zeigt sie das mit einer gesunden Wuchsfreude. Neben der attraktiven Blüte, sind es die immergrünen Blätter, die für eine ganzjährige Wirkung sorgen. In meinem Garten habe ich Christrosen als wintergrüne Bodendecke gepflanzt. Sie lassen sich gut mit Farnen, Bergenien und Seggengräsern, wie Carex folodissima Icedance kombinieren. Probieren Sie auch andere Christrosen aus. Sie können ebenfalls miteinander kombiniert werden, wie Helleborus foetidus, der stinkende Nieswurz oder Helleborus argutiflorus, der Korsika Nieswurz. So entsteht ein mosaikartiger Teppich. Übrigens, es gibt inzwischen eine Vielzahl schöner neuer Züchtungen, wie Helleboerus Hybr. Pink Perfektion, White Lady oder Annas Red.

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Winterblühende Blumenzwiebeln

Hier kannst Du in Massen schwelgen. Winterblühende Blumenzwiebeln entfalten ihre Wirkung, wenn sie große Teppiche bilden. Meist sind diese Arten ja auch verwilderungsfähig. Deshalb setzte nicht nur 5 oder 10St, sondern sei mutig und fange mit 50, 100 oder sogar 500St. an. Die einzelnen Pflanzen sind sehr klein, so das sie einzeln kaum ins Gewicht fallen. Zu den ersten Blühern gehören Winterlinge Eranthis hyemalis. Sie werden bis 10cm hoch und blühen im Februar und März. Krokusse sind ebenfalls ideal für winterblühende Blütenteppiche. Es gibt weltweit 235 Krokusarten, da ist bestimmt auch für deinen Garten etwas dabei. Neben dem Gartenkrokus Crocus vernus ist auch die Wildart Crocus tommasinianus in verschiedenen Sorten gut zum Verwildern. Und auch kleine Narzissen Narcissus triandrus oder N. cyclamineus und der Blaustern Scilla siberica lassen sich in Betracht ziehen. Übrigens noch mehr Informationen findest Du in dem Blogbeitrag Blumenzwiebeln zum Verwildern.

Noch ein Tipp; wie wäre es, wenn Du winterblühendes Gehölz mit einem Blütenteppich aus Zwiebelblumen kombinierst? So Blausterne Scilla siberica mit Zierkirschen Prunus subhirtella 

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Mit Winterblühern lässt sich die Saison bis in den Winter verlängern. Habst Du schon einen Platz in Ihrem Garten gefunden? Dann kann es ja im nächsten Winter prächtig blühen.

Übrigens auch mit farbigen Rinden von Gehölzen und kleinen Bäumen lässt sich Farbe in den Garten bringen. Lies hierzu auch unseren Blogartikel Farbenfrohe Enthüllung

Viel Spaß und bleib natürlich

Deine Petra Pelz

 

PS: Kennst Du schon unser Konzept für die gepflanzte Auszeit SILENT ISLAND? Auch hier lassen sich winterblühende Gehölze pflanzen.

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