Mit dem verwunschenen Garten bei Hannover, der das Wohnhaus wie ein Nest umgibt, haben sich meine Kunden einen Traum erfüllt. Was sich jetzt so selbstverständlich in die naturhafte Umgebung einfügt, war von vornherein gar nicht so klar. Es hat sich behutsam Schritt für Schritt so entwickelt.

Jetzt möchten das Ehepaar nicht mehr in den Urlaub fahren. Warum auch.

 

Ein 2.500 m² großes Waldrandstück in einer Hanglage und vier Metern Niveauunterschied wurde meisterhaft in das Gelände eingebunden.

Der Garten scheint durch das Haus zu „fließen“. Von allen Orten im Haus sieht man die blühende Felsenlandschaft.

Meine Bauherren sind nun zu Hause „angekommen“. Es war eine lange anstrengende Reise. Und ich konnte sie dabei begleiten.

Die Frage nach ihren Erlebnissen während der Bauphase haben sie mir hier gern beantwortet:

Wie kamen Sie auf die Idee ein Haus zu bauen?

T.D.  Vor einigen Jahren haben wir für unsere Kinder in der Nähe Hannovers ein Grundstück gesucht, da unser Enkelkind unterwegs war. Die junge Familie war auf der Suche nach einem neuen Zuhause.

Wir wurden fündig und es war ein Traumgrundstück. Es lag direkt am Waldesrand man hatte einen herrlichen weiten Blick bis nach Hannover.

Wir saßen derweil in unserem gemütlichen Reihenhaus in Hannover. Es hatte einen kleinen Garten hinterm Haus. Wir waren sehr glücklich dort.

Plötzlich kam es anders. Die Prioritäten für die junge Familie änderten sich. So kamen wir auf den Einfall, selbst zu bauen.

 

Bild oben: In den Hang wurden große Grauwackequader eingefügt. Eine Meisterleistung der Firma Peter Berg Gartendesign. Der Entwurf für das  Einfamilienhaus und das verspiegelte Baumhaus stammt von dem Baumhaus Experten Andreas Wenning

Wie war ihr Neustart dort am Waldrand?

T.D. Von der Idee zu bauen bis zum tatsächlichen Startschuss verging eine lange Zeit. Wir machten es uns selbst nicht leicht.

Vom Entwurf des ersten Architekten sind wir in letzter Minute abgesprungen. Wir konnten uns mit der Idee nicht anfreunden.

Wir suchten einen anderen Architekten und lernten den Architekten mit dem Spezialgebiet „Baumhäuser“ Andreas Wenning kennen. Er baute uns zuerst ein Baumhaus. Von diesem hohen Platz mitten in den Bäumen haben wir nun den genialen weiten Blick.

Auch sein Entwurf für das Wohnhaus war modern und unkonventionell. In unseren Augen war die Idee „mutig“. Sie gefiel uns sehr, dennoch zögerten wir zunächst.

Wir fragten uns, ob der Entwurf zu uns passt. Auch dachten wir darüber nach, das Haus entweder höher zu setzten und eine herrschaftliche Position zu haben oder tiefer in das Gelände einzubinden. 

Für welchen Entwurf haben Sie sich am Ende entschieden?

T.D. In dieser Zeit lernten wir ja Sie kennen. Können Sie sich erinnern? Damals schwärmten Sie vom Senkgarten in Potsdam und meinten, mit einem tiefen eingebundenen Hause fühlen Sie sich wie in einem „Nest“.

Wir fuhren in den Senkgarten nach Potsdam und als wir dort zwischen üppigen Pflanzen standen, verstanden wir, was Sie meinten. Übrigens, wir haben es nicht bereut.

Heute wirkt dieses „mutige“ in das Gelände eingebundene Haus ganz selbstverständlich. Es wird „eins“ mit dem Garten und dem anschließenden Wald.

Der Garten scheint förmlich durch das Haus zu fließen. Wir haben große bodentiefe Fenster und haben das Gefühl, wir wohnen mitten im Garten. Über einen Rundweg aus großen Grauwacke-Blöcken kann man von dem unteren Teil des Grundstückes durch den Garten auf das Dach gehen.

Alles ist Garten. Es gibt so gut wie keinen Rasen. Das finden wir toll.

Alle Fotos: Ferdinand von Luckner

Ehe Sie ihr schönes Haus samt Garten genießen konnten, war es ja ein langer Weg.

Was ist Ihnen alles passiert und (verzeihen Sie, wenn ich das frage) haben Sie auch Fehler gemacht?

T.D. Ja, es war ein wirklich langer Prozess. Wir waren ja damals völlig unerfahren und ahnten nicht, dass das Bauen ein so großes Abenteuer ist.

Wir suchten Handwerker, die dann ab und zu wieder verschwunden waren. Dann gab es ein großen Wassereinbruch nach einem Starkregen. Das ganze Wasser lief unter den gerade fertiggestellten Holzboden.

Da brauchen sie starke Nerven.

Dann hat sich der Architekt verabschiedet, weil wir Wünsche hatten, die er nicht mittragen wollte. Er wollte geschliffene Betonfußböden im Wohnzimmer. Beton? Dass wollten wir nicht. Zum Glück lernten wir Frau Ebert von raum Konzept kennen, die uns als Inneneinrichterin bis zur Fertigstellung im Inneren des Hauses begleitete.

Auch die Gestaltung des Gartens war nicht so einfach. Zum östlichen Nachbarn gab es einen Höhenunterschied von fast 4m. Das auf kurze Distanz. Der Architekt sah ganz pragmatisch eine Betonwand vor. Das wollten wir nicht, weil wir aus der Sauna und dem Badezimmer nicht auf eine 4m hohe Betonwand schauen wollten.

Er hatte die Vorstellung, den Garten wild wachsen zu lassen. Wir sahen schon alles voller Unkraut, wie Brennnesseln usw. Das war einfach nicht unser Ding.

Auch sollte es eine Terrasse aus Beton geben. Was vielleicht praktisch wäre, nur die GRZ 2 war ausgereizt. Das bedeutete, das Haus wurde so groß gebaut, das baurechtlich im Garten nichts mehr befestigt werden durfte.

Keine Zufahrt, keine Terrasse, nichts. Wir haben ganz schön gerudert, um eine Lösung für unseren Garten zu finden.

 

Nennen Sie 3 Dinge, die Sie dann anders gemacht haben

T.D. Im Laufe des Baufortschritts merkt man erst, was funktioniert und was nicht.

Diese Dinge haben wir im Laufe des ganzen Procederes dann verändert:

  • Wir haben alle beteiligten Disziplinen, wie Architekt, Gartengestalter, Innenarchitekten zusammengebracht. Allerdings waren sie nicht immer dazu bereit.
  • Wir haben uns gegen allzu große Eigenwilligkeiten der Architekten und Unternehmer gewehrt. Sie waren nicht immer kundenorientiert und wenig bereit „in den Zweifel“ zu gehen.

Wir hatten unsere Vorstellung und dennoch mussten wir uns der Selbstverwirklichung einiger Disziplinen energisch widersetzen. Wir haben gemerkt, wie hilfreich und nervenschonend es ist, sich lieber zu trennen und nach neuen Lösungen zu suchen.

 

Alle Fotos: Ferdinand von Luckner

Bilder oben: Den Pflanzplan hier zu erstellen, war für mich eine Herausforderung. Mittels Drohne konnten wir die Lage und Form der Steine so ermitteln, das wir zu einem exakten Pflanzplan kamen.

In welchem Moment haben Sie gemerkt: „Wow, jetzt funktioniert es“ !?

T.D. Ja, man lernt sich ja erst langsam kennen. Das Haus war dann fast fertig.

Im Garten kam dann irgendwann die Firma Berg Gartendesign in Spiel.

Sie Frau Pelz, hatten Peter Berg ja angerufen, weil es diesen eklatanten Höhenunterschied zum Nachbar gab. Aus diesem Telefonat und dieser „kleinen“ Herausforderung ist nun der gesamte Garten geworden.

Aber einfach waren diese Prozesse für uns auch nicht. Erst sollten die vielen Steine aus Anröchter Dolomit sein. Das ist ein Material mit unterschiedlichen Färbungen aber oft auch eher grün und grau.

Toll war, dass wir mit Peter Berg und ihnen dann im Steinbruch waren und uns die Steine angesehen haben. So hatten wir zwar eine Vorstellung, aber die Steine waren uns dennoch zu grün. Frau Förster (Partnerin bei Peter Berg Gartendesign) empfahl dann Grauwacke in einem warmen gelblichen Ton.

Sie übernahm auch das Zepter im Garten und baute kreativ nach einem Gestaltungsentwurf des Büros. Meisterhaft hantierte sie mit ihren Leuten die tonnenschweren Steine im Garten. Unglaublich! Nach und nach machten sich die Steine im Gelände „Beine“ und der Garten formte sich.

Endlich bekamen wir ein Raumgefühl. Wir ahnten wie es sein könnte, wenn wir hier wohnen.

Alle Fotos: Ferdinand von Luckner

Wie hat sich ihr Leben seitdem verändert? Wie nutzen Sie Ihren Garten?

T.D. Wir frühstücken jetzt morgens viel länger. Sehen aus dem Fenster in den Garten. Das entspannt.

Wir haben ein Vogelhäuschen in Blasenstrauch. So können wir stundenlang den Vögeln beim Samen picken zusehen.

Meine Frau zieht bei ihrem täglichen Rundgang durch den Garten ab und zu mal ein Kraut oder stellt die Regner um.

Oft machen wir das auch gemeinsam.  Das Zurückschneiden der  1.000qm großen Pflanzfläche und ein bis zwei generelle Pflegegänge übernimmt die Firma Berg.

Da die Pflanzen dicht bewachsen sind, haben wir es relativ pflegeleicht.

Alle Fotos: Ferdinand von Luckner
Alle Fotos: Ferdinand von Luckner

Wovon haben Sie sich in der Nutzung ihres Gartens komplett verabschiedet?

T.D. Wir wollen hier nicht mehr weg. Wir möchten gar nicht in den Urlaub fahren, wie andere Leute. Wir sind hier glücklich.

Wenn wir entspannen, gehen wir durch den Garten in den Wald zum Spazieren. Meine Frau braucht auf den Weg dorthin immer etwas länger, weil sie hier und da an den Pflanzen zuppelt. Damit ich mich nicht langweile, sammle ich in der Zeit Äste.  🙂

Alle Fotos: Ferdinand von Luckner

In welchen Momenten sind Sie besonders stolz auf ihren Garten?

T.D. Der Garten atmet das ganze Jahr. Es verändert sich stetig, die unterschiedlichsten Vögel, wie Buntspechte kommen in den Garten.

Witzig ist, da klammert sich immer einer an den Zapfen. Einmal ist er runtergefallen, weil er so schwer war.

Katzen schleichen durch den Garten oder hocken mit ihren Samtpfoten auf den Steinen. Sie gucken mit dem Köpfchen in die Stauden ob sich was rührt.

Wenn wir morgens aufstehen, ist es ein schöner Moment. Wir sehen aus dem Fenster auf den flachen Teppich aus Fiederpolster (Cotula). Er mutet fast japanisch an. Es ist unser Rasenersatz, der sogar blüht.

Abends wenn es dunkel ist, komme ich aus der Sauna und lege mich auf den Rücken auf das Fiederpolster. Ich gucke in die Sterne. Das ist wunderschön.

Raureif auf sich kringelnden Gräsern, kleine Schneekuppen auf den Sonnenhutköpfchen, aber auch im Sommer und Herbst, wenn sich die vielen Gräser im Wind wiegen… das alles gibt uns ein schönes Gefühl. In dem Moment sind wir stolz.

 

Alle Fotos: Ferdinand von Luckner
Alle Fotos: Ferdinand von Luckner

Was würden Sie anderen gern sagen, die gerade da stehen, wo Sie noch vor Monaten, ja Jahren standen?

T.D. Wir würden ihnen sagen, dass es sich jeden Fall lohnt durchzuhalten.

Es waren für uns zwei richtig anstrengende Jahre. Man ist bettelarm, fix und fertig aber dann… Dann hat man was ganz Tolles geschaffen.

Nicht nur für uns, sondern auch für Schmetterlinge, Katzen und andere Lebewesen.

Unsere Empfehlung ist, keine Kompromisse zu machen, sich nicht irgendwohin schwatzen lassen (wo man nicht hinwill)

Wir würden sagen; hör auf deine innere Stimme. Es ist ja schließlich für die Ewigkeit. Die Steine kommen da nicht wieder raus aus dem Garten.

Wichtig ist sich Zeit zu nehmen und nicht unter Zeitdruck zu geraten. Wir wissen, das geht nicht immer. Vielleicht muss man ja eine Auszugstermin festlegen.

Und man soll sich gut Partner suchen. Solche, wo die Chemie stimmt. Man muss ja zwei Jahre miteinander aushalten. Da braucht man ein Draht zueinander.

Alle Fotos: Ferdinand von Luckner
Alle Fotos: Ferdinand von Luckner
Alle Fotos: Ferdinand von Luckner

Auf einen Blick:

 

In: der Nähe von Hannover

Auf: 280 Quadratmeter (Wohnhaus)

Auf 2.500 Quadratmeter (Garten) davon 1.000 Qudratmeter Pflanzfläche

Mit 7.000 Stauden und Gräser, 18.000 Blumenzwiebel

Experten Innen: Andreas Wenning von Baumraum und Gabriele Ebert von Raumkonzepte Ebert

Experten Außen: Peter Perg Gartendesign und Petra Pelz Design-natuerlich

Bauleitung: Peter Hoock

Fotos: Ferdinand von Luckner

Bauen ist Abenteuer.  Das war auch für meine Kunden so. Wenn Sie heute nochmal anfangen würden, wären sie sicher schlauer. Aber sie haben durchgehalten. Jetzt können sie sich entspannt zurücklehnen und ihren Garten in vollen Zügen zu genießen.

Möchtest du auch einen kleinen oder großen Sehnsuchtsort pflanzen. Dann findest du hier weitere Artikel:

Staudenbeet im Garten – finde die perfekte Größe, Lage, Form

Wie du eine Oase aus Pflanzen erschaffst (auch wenn du keinen Großen Garten hast)

Zarte Gräser im sonnigen Garten

 

 

… und dir sage ich eine schöne Zeit und bleib natürlich

Petra

 

PS.: Wenn du dir auch so einen Sehnsuchtsort selbst schaffen möchtest, dann habe ich noch folgende Empfehlung für dich:

PS: Wenn du dir einen Garten wünschst, der „trockenheitstauglich“ und trotzdem üppig blühend ist, dann wäre vielleicht mein ONLINE KURS SONNENFLUT etwas für dich.

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