Braune Ödnis statt üppiger Blütenpracht?

Mit diesen Pflanzen für den trockenen heißen Standort blüht Dein Garten schnell wieder auf.

Hast Du einen trockenen Garten? Na prima! Es gibt Pflanzen, die die Trockenheit im Garten meistern und sich auf trockenen Böden sogar noch wohlfühlen. Frische kühle Farbtönen bringen Sie Pepp ins Beet. Mal kontrastreich oder Ton- in- Ton kombiniert, die Möglichkeiten sind vielfältig. Besonders elegant wirken kühle Farbtöne zu silbrigen Blättern,  wie zartes Blau zu frischem Rosè. Doch Farbe allein ist nicht Alles. Probier doch mal eine bizarre Distel zu einem fedrigen Gras oder ein fedriges Gras zu einem wollig, silbernen Blatt.  Die Pflanzenwelt mit ihren Formen, Farben und Oberflächen ist ein Baukasten der Natur. Wir zeigen dir Pflanzen und Kombinationen für dein trockenes, sonniges Beet.

Bild unten: Der Steppen- Salbei hier (Salvia nemerosa Schneehügel) passt fast klassisch zu der Katzenminze (Nepeta fassenii). Beide Arten blühen zeitgleich. Sie haben verschiedene Sorten in unterschiedlichen Farben. So lassen sich vielfältige Kombinationen immer wieder neu zusammenstellen.

Foto links unten: Die blaue Skabiose (Scabiosa caucasica Perfecta)  hat etwas duftiges. Knopfartige Blüten tanzen durch das Beet und vermitteln unbeschwerte Leichtigkeit. Die Höhe ist bis 70cm und die Blütezeit von Juni bis August.

Foto rechts unten: Der Küchensalbei (Salvia officinalis) hat nicht nur sehr schönes Laub, sondern auch eine schöne blaue Blüte.

Foto links unten: Die Großblütige Katzenminze (Nepeta kubanica) hat beeindruckende Blüten, die von Juni bis  August unermüdlich blühen. Sie wird 70 bis 80cm hoch und ist zur Blütezeit garantiert der Star im Beet.

Foto rechts unten: Die Indigolupine (Baptisia australis) hat schönes bläuliches Laub und einen kugligen Wuchs. Himmelblaue Blütenrispen erheben sich im Frühsommer über dem sauber wirkenden Laub. Die Indigolupine wächst langsam, wird aber nach einiger Zeit sehr stattlich.  Inzwischen gibt es in der Gattung Baptisia viele Züchtungen in Farben wie Gelb, Weiß, Blau, Violett und Braun. Aufgrund der Größe bis 1.20m kann sie wie ein Strauch im Garten verwendet werden.

Foto unten: Die Kombination zwischen dem Natternkopf (Echium vulgare) und der Ästige Graslilie (Anthericum ramosum) ist besonders schön. Der zweijährige Natternkopf ist heimisch und fühlt sich in der Natur auf warmen, durchlässigen, sandig-lehmigen Standorten wohl. So möchte er auch im Garten einen eher trockenen, durchlässigen Standort. Ideal für Kiesbeet also… Die Wildpflanze entwickelt üppige Blüten und kann sich am zusagenden Standort reichlich versamen. Auch die Graslilie ist heimisch und bevorzugt dieselben Standorte. Ein ideales Paar.

Foto links unten: Die Hohe Bartiris (Iris barbata elatior) gibt es in vielfältiger Farbenpracht. Sie hat im Mai bis Juni ihren Auftritt im Beet. Dann entfaltet sie ihre einzigartige Opulenz und Schönheit. Um sich wohl zu fühlen, braucht sie den vollsonnigen, trockenen, durchlässigen Boden. Der sollte allerdings relativ nährstoffreich sein. Die Rhizome sollten besonders flach gesetzt werden und zwar so, dass das Rhizom etwa zu einem Drittel aus der Erde ragt.

Foto rechts unten: Die Moschus-Malve (Malva moschata) ist anspruchslos. Die heimische Art ist buschig verzweigt. Mit ihren hübschen hellrosa Schalenblüten ist sie ein passender Partner für alle im Juli blühenden Pflanzen im Beet. Sie wird 50 bis 60 cm hoch.

Foto links unten: Rosa Schleifenblume (Iberis sempervirens Pink Ice) ist eine neue Züchtung deren immergrünes Laub mit rosafarbenen Blütenbällen übersät ist. Darauf fliegen auch die Insekten!

Foto rechts unten: Der Brennende Busch oder Diptam (Dictamnus albus) wird leider nicht oft verwendet. Auf durchlässigem Boden, an einem warmen, sonnigen Platz fühlt sich die Pflanze wohl und wird nach anfänglich langsamer Entwicklung von Jahr zu Jahr schöner. In der Sonne verströmt die Pflanze ein herbes und zitroniges Aroma. Die rosa gezeichneten Blüten entwickeln später attraktive Samenstände.  Etwas Vorsicht sollte man im Umgang mit dem Brennenden Busch haben; bei Hautkontakt ruft die Pflanze phototoxische Reaktionen hervor!

Foto unten: Die Steppen Salbei Sorten (Salvia nemerosa) sind eine Klasse für sich. Hier leuchtet die Sorte Serenade im Gegenlicht in einem schönen Rosè-Ton.

Foto links unten: Auf der Gartenschau BUGA Koblenz 2011 hatte ich Lust verschiedene Salbei Sorten gemischt zu pflanzen. In der Auswahl von frühen bis späten Sorten. Die Wirkung war super. Die verschiedenen Blautöne wirkten variabel. Wie Reflexe bei Strähnchen im Haar… Und die Blütezeit wurde dadurch verlängert. Das Gras ist übrigens das frühblühende Riesenreiherfedergras (Stipa gigantea).

Foto rechts unten: Eine Präriepflanze aus Nordamerika ist der Bleibusch (Amorpha canescens). Der Halbstrauch ist ideal für den trockenen sonnigen Garten. Er wird in seiner Heimat, den trockenen Prärien Nordamerikas, auf durchlässigen und nährstoffarmen Böden als Pioniergehölz verwendet. Der Bleibusch wird 70 cm hoch, hat dünne, grau behaarte Zweige, zierliche, gefiederte Blätter und eine lange lila Blütenrispe. Die Blüte erscheint im Sommer.

 

Foto unten: Der Bleiche Scheinsonnenhut (Echinacea pallida) ist eine elegante Erscheinung, die man garantiert nicht übersieht. Mit ihren federballähnlichen Blüten in einer wunderschönen rosa Farbe wirkt die Pflanze luftig, leicht und vermittelt ein Gefühl von es-ist-Sommer. Die Pflanze wird 70-80cm hoch und es empfiehlt sich, sie in kleinen Gruppen zu pflanzen. Übrigens, auch der Bleiche Sonnenhut zieht Schmetterlinge an.

Foto unten: Nochmal Steppen-Salbei  (Salvia nemerosa) hier im Vordergrund – im Hintergund der Bartfaden (Penstemon digitalis Huskers Red) – eine schöne Kombination.

Foto links unten: Die Spornblume (Centranthus ruber var. coccineus) ist ein Pendler und Vagabund. Die mediterrane, anspruchslose Pflanze wird ca. 50 bis 60cm hoch und erhält sich, wie viele andere kurzlebige Stauden, an zusagenden Standorten durch Selbstaussaat. Regulierend eingreifen macht hier Sinn…  Ein Schnitt nach der Blüte ist aus ästhetischen Gründen ohnehin zu empfehlen und fördert das erneute Blühen.

Foto rechts unten: Der Blut-Storchschnabel (Geranium sanguineum) ist eine heimische Art mit einfachen schalenförmigen Blüten. Er ist für den trockenen Garten äußerst wertvoll, da er über ein tiefgreifendes Wurzelwerk verfügt und somit viel Trockenheit verträgt. Blut-Storchschnäbel sind äusserst wüchsig und robust, auch gegenüber Krankheiten, Schnecken oder Schädlingen.

Vielleicht hast Due ja jetzt Lust loszulegen und möchtest dich noch mehr und umfangreicher informieren. Ich habe hier noch einige interessante Bücher für dich rausgesucht. Viel Spaß beim Lesen… und Umsetzten deines Staudenbeetes, Steppenpflanzung oder Kiesgartens.

Gartenpraxis im Klimawandel (BLV) Taschenbuch *

Genießen statt Gießen: Trockenheitstolerante Gärten gestalten*

 

Viel Spaß beim Kombinieren!

… und bleib natürlich

deine Petra 

 

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